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Wassernixe mit Killerinstinkt

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Von: Jürgen Ahäuser

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Schön, erfolgreich und selbstbewusst: Weltmeisterin Federica Pellegrini
Schön, erfolgreich und selbstbewusst: Weltmeisterin Federica Pellegrini © rtr

Italiens Vorschwimmerin Federica Pellegrini zeigt der Konkurrenz mal wieder die Flossen. Die aparte Venezianerin enttäuscht auch ihre Fans nicht. Von Jürgen Ahäuser

Die italienischen Schwimmer tragen Unterwäsche von Dolce&Gabbana. Die plakative Massenwerbung in den U-Bahn-Schächten von Rom ist selbst für die weiblichen Fans nicht halb so aufregend wie die feminine Antwort auf die halbnackten Latin Lover. Federica Pellegrini trägt nämlich manchmal gar nichts drunter und drüber auch nichts.

Eines der einschlägig bekannten Leute-Magazine, die viel Hochglanz, dafür weniger Stoff in ihren Heften verwenden, hat die kühle Blonde rechtzeitig zur Schwimm-WM posieren lassen. Mit Gold besprüht und mit wirrem Haarschopf gibt sie sich so, wie sie sich am liebsten selbst sieht: das schöne Biest, das im Wasser zur Bestie wird.

Die aparte Venezianerin hat ihre Fans nicht enttäuscht. Nach ihren zwei Weltmeistertiteln jeweils in Weltrekordzeit liegt ihr Italien zu Füßen. Sie selbst hält sich seit dem Olympiasieg in Peking über 200 Meter Freistil für die "größte Athletin, die Italien je hatte". Dass dies nicht übertrieben ist, hat sich gestern gezeigt. Obwohl die Ankunft des Herrn im Ferrari-Land für Mordsaufregung bei den Gazetten-Machern sorgte, kam der allein selig machende Autofahrer an "Fede d´Oro" nicht vorbei. Die Gazetta dello Sport widmete der goldigen Federica drei Viertel ihrer Titelseite. Die Schumi-Wiederauferstehung feierte das Blatt mit einem schmalen Banner am Seitenkopf.

Primadonna in Wasseroper

Die Römer nehmen der Venezianerin kaum noch den etwas uncharmanten Vergleich übel, den die Diva noch vor ihrem ersten Sprung ins Nass unter die Leute gebracht hatte. Die ewige Stadt sei zwar ganz nett, aber die Serenissima sei unvergleichlich. Wenn die 20-Jährige auf den Startblock steigt, verwandelt sich die Arena im Foro Italico in eine Wasseroper. Für ihre Primadonna ziehen sich viele Italiener fein an.

Einer Menge Leute im 15.000 Zuschauer fassenden Stadion, die sich mit blanken Bäuchen gegen den Backofen wehren, wünscht man, sie hätten Freunde, die sie vor solchen modischen Verirrungen bewahren. Gekommen sind alle, um zu sehen, wie Pellegrini ihren Killerinstinkt auspackt. Zuvor muss sie ihren inneren Schweinehund bekämpfen. Die Tochter eines Fallschirmjägers kokettiert gerne mit ihren Träumen, in denen sie mal Angst vorm Ertrinken hat oder im Bademantel schwimmt und kaum vorwärts kommt. Am Ende ist sie es aber, die die Konkurrentinnen versenkt.

Ab nach Los Angeles

Prominentestes Opfer war die Französin Laure Manoudou. Ihr spannte sie den Verlobten aus. Luca Marin ist inzwischen als Unterwäsche-Model erfolgreicher als als Schwimmer. Vor den Augen des untreuen Beaus soll Manoudou den Verlobungsring in einem Pool versenkt haben. Es entspann sich in den erwähnten Magazinen eine jener schlammig-schönen Geschichten, über die viele Leute sich den Mund zerreißen.

Von Manoudou gab es intime Bilder und ein noch intimeres Video im Netz. Marin bestreitet, der Urheber zu sein. Nach der WM lassen er und seine "Fede" Klatsch, Tratsch und auch den ungeliebten italienischen Schwimmverband hinter sich. Pellegrini will sich in Los Angeles schwimmerisch weiterbilden, ihr Anhang in Hollywood reüssieren.

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