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„Was im Moment passiert, ist unglaublich“: Franck Ribéry.
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„Was im Moment passiert, ist unglaublich“: Franck Ribéry.

FC Bayern nach Champions-League-Sieg

Warten auf den Kerntest

  • VonMaik Rosner
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Zehn Zu-Null-Siege hintereinander. 28:0-Tore. Und 928 Pflichtspielminuten ohne Gegentreffer: Der FC Bayern dominiert, zeigt sich aber nur bedingt begeistert von sich selbst.

Am Mittwoch strahlte wieder die Sonne, und Franck Ribéry strahlte mit. „Was im Moment passiert, ist unglaublich“, sagte der Franzose. Erst um fünf Uhr morgens hatte er nach dem Spiel gegen Manchester City einschlafen können, aufgewühlt von der nervlichen Belastung. Doch die kurze Nachtruhe tat seiner Freude keinen Abbruch.

Nach dem 2:0 (2:0) haben sich die Münchner mit Prognosen vorsichtshalber weitgehend zurückgehalten. Sehr zufrieden und zuversichtlich waren sie wegen ihrer Leistungssteigerung nach den zuweilen großen Problemen in der ersten halben Stunde, das schon. Doch wozu sie wirklich fähig sind, konnte auch das zweite Gruppenspiel der Champions League noch nicht vermitteln.

„Unsere Mannschaft hat eindeutig bewiesen, dass sie im Moment eine Spitzenmannschaft ist“, sagte Präsident Uli Hoeneß zwar und verwies auf Manchesters „absolute Weltklassemannschaft: Die sind von eins bis 15 besetzt mit lauter Spitzenspielern“.

Noch ein weiter Weg

Als „eine der Topmannschaften in Europa“ stufte Sportdirektor Christian Nerlinger den Tabellenzweiten der Premier League ein. Ein Spiel „auf Messers Schneide“ hatte er im ersten Drittel gesehen. „Wunderbare Voraussetzungen“ habe man geschaffen, um ins Achtelfinale einzuziehen, befand Karl-Heinz Rummenigge nach dem zweiten 2:0-Sieg der Gruppenphase.

Aber der Vorstandsvorsitzende warnte zugleich davor, das Spiel als Beleg zu werten, man könne das Finale am 19. Mai 2012 in der eigenen Arena mit einiger Sicherheit auf die Agenda setzen: „Ende September werden keine Titel vergeben, sondern im Mai.“

Es ist in der aktuellen Euphorie um den FC Bayern vielleicht wirklich etwas durcheinander geraten. Zehn Zu-Null-Siege haben sie zuletzt hintereinander verbuchen können, 28:0-Tore und 928 Pflichtspielminuten ohne Gegentreffer. Eine beeindruckende Bilanz.

Doch auch Manchester City war, anders als vermutet, noch kein hinreichender Kerntest für die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes, die scheinbar mühelos durch Bundesliga und Champions League marschiert. Zu besichtigen war am Dienstagabend in der Fröttmaninger Arena ein Gegner, der zwar über sündhaft teure Einzelkönner verfügt, jedoch bisher noch nicht als kompaktes Kollektiv funktioniert. So wie nach den anfänglichen Problemen erneut der FC Bayern.

Gräben bei Manchester City

Kaum hatten sich die Münchner von der unerschrockenen Offensive der Gäste etwas befreit und das Geschehen durch die Tore von Mario Gomez (38./45.+1) zum „richtigen Zeitpunkt“ (Heynckes) beruhigt, taten sich Gräben in Roberto Mancinis Milliarden-Konstrukt auf.

Nach dem Spiel drohte der italienische Trainer zwei seiner Diven mit Konsequenzen. Der ehemalige Wolfsburger Edin Dzeko, der seine Auswechslung höhnisch beklatscht hatte, habe sich so etwas zum letzten Mal erlauben dürfen. Und Carlos Tevez, der sich seiner Einwechslung widersetzt hatte, habe „unter mir keine Zukunft mehr“, sagte Mancini.

Seine Autorität hat Grenzen, und er ein Problem. Das räumte er rasch ein, indem er auf Scheich Mansour bin Zayed Al Nayhan verwies: „Es gibt einen Vorsitzenden, der das entscheidet.“

Robben bockt

Die Bayern müssen sich mit derartigen Problemen derzeit nicht herumschlagen, sieht man einmal von Arjen Robben ab, der die Arena ebenso bockig nur 13 Minuten nach dem Abpfiff verlassen hatte, wie er den Rasen in der 90. Minute als Einwechselspieler für den wieder einmal überragenden Franck Ribery betreten hatte.

„Barcelona, Real Madrid, Manchester United – die gilt es zu schlagen“, sagte Kapitän Philipp Lahm , „wir sind auf einem guten Weg, aber sicher noch nicht da, wo wir hinwollen.“ Gomez sah es ähnlich: „Wir sind 20 Minuten lang dem Ball nur hinterhergelaufen. Das Gute ist, dass wir darauf reagieren konnten und das abgestellt haben. Ich glaube, dass das nicht die Schwäche von City war, sondern eher vielleicht doch das Selbstbewusstsein und die Stärke von uns.“

Dann erlaubte er sich eine Prognose: „Wenn wir so eine Spieleröffnung haben wie in der zweiten Halbzeit, wird es für jeden Gegner schwer. Wir haben im vergangenen Jahr nichts gerissen, wir müssen in diesem Jahr wieder die Pokale holen.“

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