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Mehr Geld für bessere Trainer-Ausbildung und Ausrüstungen helfen, um Leistungen zu steigern und mehr Medaillen bei Olympischen Spielen zu sammeln.

DOSB

Ein warmer Geldregen

Sportminister Horst Seehofer will den DOSB deutlich stärker fördern als bisher. Satte 80 Millionen Euro mehr soll der Bund zahlen.

Horst Seehofer bleibt in Sachen Sport ein Phantom. Selten äußert sich der Bundesinnenminister öffentlich zu sportpolitischen Fragen. Hinter den Kulissen laufen die Drähte aber heiß. Seinem guten Verhältnis zu DOSB-Präsident Alfons Hörmann ist es zu verdanken, dass die Förderung des Spitzensports im Jahr 2019 anzieht. Knapp 200 Millionen Euro gibt der Bund derzeit pro Jahr für den Spitzensport aus. Jetzt soll es zu einem weiteren Aufschlag um bis zu 80 Millionen kommen. Die Entscheidung fällt am 8. November in der Bereinigungssitzung der Haushaltspolitiker im Deutschen Bundestag. 

Die Harmonie zwischen Sport (DOSB) und Politik (BMI) war noch vor Monaten bei anderer personeller Besetzung im Ministerium undenkbar. Doch unter Seehofer ist das BMI der Meinung, dass der DOSB das viele Geld zu Recht beantragt habe. „Wir arbeiten seit vier Jahren partnerschaftlich und konsequent an der gemeinsamen Leistungssportreform“, sagte Hörmann. Zum gewaltigen Mittelaufwuchs wolle er sich aber erst äußern, wenn das parlamentarische Verfahren beendet ist. 

Während Seehofer wegen der Wahl in Bayern in den letzten Tagen wenig Zeit für den Sport hatte, ergriff sein Staatssekretär Markus Kerber das Wort. Es gehe darum, „den deutschen Sport an die veränderten Umfeldbedingungen im internationalen Sport anzupassen“, sagte Kerber dem Deutschlandfunk, um gleichzeitig „mit demselben Aufwand und vielleicht noch mit einer höheren medizinischen und wissenschaftlichen Unterstützung, mehr Medaillen“ zu holen. (dpa)

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