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Heiße Steine sorgen für ein tief empfundenes Wärmegefühl.
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Heiße Steine sorgen für ein tief empfundenes Wärmegefühl.

Warme Steine für kalte Tage

Die LaStone-Massage wirkt wie ein Kurzurlaub an der SonneDas Repertoire an Wellness-Therapien in Gesundheits-Hotels und Privatpraxen wird von Jahr zu Jahr größer. Versprechungen gibt es allerlei, stichhaltige Beweise über die Wirksamkeit meist weniger. Was hat es da mit der sogenannten "LaStone"-Therapie auf sich?

Von DANIEL KÖMPEL

Asiatische Schriftzeichen an der Wand und dampfende Warmhalteplatten erwecken den Eindruck, man stehe am Mittagsbuffet seines heimischen China-Restaurants. Der Geruch ätherischer Öle anstelle von Bratfett und Reis lässt aber erste Zweifel aufkommen. Beim Blick in die metallenen Warmhaltebehälter erblickt man statt des erwarteten Wan-Tan und Chop-Suey - Steine.

Der Inhalt ist glücklicherweise nicht für den Verzehr gedacht. Im Frankfurter Nordend betreibt Bettina Will am Nikolaustag seit genau zehn Jahren ihre Gesundheitspraxis. "Meine ganzheitlichen Konzepte von Ernährungs-Beratung über Shiatsu und klassische Massage sind ein Begleitkonzept auf dem Weg zur Gesundheit", macht die Heilpraktikerin ihre Ansprüche deutlich. "Die LaStone-Massage ist ein Baustein dieses Pakets".

"LaStone" - der Name legt die Vermutung nahe, dass die Steine nicht zufällig im heißen Wasser liegen. Sie sind der wichtigste Bestandteil einer in Deutschland bisher wenig verbreiteten Massageform. Die Steine werden im Wasserbad auf ca. 60° C erwärmt und auf Stirn, Bauch, Rücken, Füße und Hände gelegt. Dort bleiben sie auch während der Massage liegen und verbreiten ein entspannendes Wärmegefühl. Auch massiert wird mit Steinen. Das hört sich zunächst wenig angenehm an, ist dank der verwendeten Öle aber durchaus angenehm - sieht man vom ersten Schock ab, bei dem man lernt, dass auch in Eis gekühlte Steine verwendet werden.

Wie beim Shiatsu, einem japanischen Massagekonzept, berücksichtigt LaStone die im Körper verlaufenden Energiebahnen, auch Meridiane genannt. So sollen Disharmonien und Blockaden im Körper effektiv behandelt werden. Die Wärme der Steine sorgt für eine verbesserte Durchblutung und soll die lockernden Effekte der Massage tiefer in das Gewebe dringen lassen. Die kalten Steine sollen erfrischend und entstauend wirken.

Glücklicherweise kommen die kalten Steine eher selten zur Anwendung. Außer den Steinen kommen, wie bei einer normalen Massage, die Hände zum Einsatz. "Manchmal ist es sinnvoller, auch klassische Massagegriffe zu benutzen, es kommt schließlich auf den Patienten und seine Probleme an. Ich versteife mich da nicht auf festgelegte Konzepte", erklärt Bettina Will.

Ohnehin sei LaStone trotz benötigter Zertifizierung eher dem Wellness-Bereich zuzuordnen als dem Therapiebereich. Seinen Ursprung hat das Konzept bei den amerikanischen Hopi-Indianern. Zur modernen Behandlungsmethode wurden die Überlieferungen vor zwölf Jahren von der Amerikanerin Mary Nelson weiterentwickelt. Die Methode ist daher in Amerika auch viel verbreiteter als hier. In ihr Programm aufgenommen hat Bettina Will LaStone auf Anregung einiger ihrer amerikanischen Kunden. Seitdem begeistern sich auch immer mehr ihrer deutschen Patienten dafür. Insbesondere in der kalten Jahreszeit und vor allem Frauen.

In der Tat ist die etwa 80-90-minütige Massage sehr entspannend und belebend zugleich. Ein tief empfundenes Wärmegefühl hat sich im ganzen Körper ausgebreitet und hält trotz der winterlichen Temperaturen noch eine ganze Weile vor.

Außer dem körperlichen Wohlbehagen spielt natürlich auch die beruhigende Wirkung eine wichtige Rolle. Stiftung Warentest hat in dem kürzlich erschienenen Buch "Die Andere Medizin" Massage als geeignete Therapieform bei Angstzuständen, Muskelverspannungen und stressbedingten Erkrankungen herausgestellt. Das deckt sich mit der Beschreibung von Bettina Will: "Es geht vor allem darum, mental herunterzufahren, Stress abzubauen und einen seelischen Ausgleich zu finden. Für viele ist es aber auch einfach Entspannung und ein wenig Wärme in der kalten Jahreszeit."

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