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Große Erleichterung: Maria Höfl-Riesch.
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Große Erleichterung: Maria Höfl-Riesch.

Maria Höfl-Riesch

Vorfreude auf die langen Ski

Nach dem dritten Platz im Weltcup-Slalom von Aspen setzt Maria Höfl-Riesch große Hoffnungen auf die erste Saisonabfahrt.

Viel Zeit, um sich über die erste Podestplatzierung der noch jungen Saison zu freuen, hatte Maria Höfl-Riesch nicht. Noch am Sonntagabend flog sie von Denver nach Calgary. Im kanadischen Lake Louise steht am Dienstag das Training für die erste Saisonabfahrt (Freitag) auf dem Programm. Doch die Erleichterung nach dem dritten Platz im Slalom war der 27 Jahre alte Skirennläuferin deutlich anzumerken.

„Juhu, heute 1. Podium der Saison“, schrieb sie auf ihre Webseite. Und ihr Mann und Manager Marcus Höfl tippte über die Internetplattform Twitter nach dem Rennen in sein Mobiltelefon: „Sehr zufrieden, schon Erleichterung, Hang war schwer, jetzt große Vorfreude auf die langen Ski.“

Sie kann es noch

Es waren keine leichten Wochen für Höfl-Riesch, die in der vergangenen Saison den Gesamtweltcup gewonnen und dominiert hatte. Zwei Rennen hatte es zuvor in dieser Saison gegeben ? beide wurden in ihrer schwächsten Disziplin gefahren, dem Riesentorlauf. Entsprechend schwach waren ihre Resultate. Nachdem sie in Sölden das Rennen als 24. beendet hatte, schied sie am Samstag in Aspen im zweiten Durchgang aus.

„Ich habe gerade nicht so viel Selbstvertrauen“, sagte Höfl-Riesch nach dem Slalom. Umso wichtiger war für sie dieser dritte Platz, der ihr nach all den Enttäuschungen zeigte: Ich kann es noch. „Nervös“ sei sie vor dem zweiten Lauf gewesen, sagte die Doppel-Olympiasiegerin. „Deshalb bin ich jetzt glücklich und stolz, dass sich noch vom vierten auf den dritten Rang gefahren bin.“

Die Platzierung hinter Siegerin Marlies Schild und Maria Pietilä-Holmer soll nun das Signal für die nächsten Rennen in den Speeddisziplinen sein. „Da wird Maria wieder vorne dabei sein“, sagte Chefbundestrainer Thomas Stauffer. Die Diskussionen um Höfl-Riesch habe der Schweizer mit einem Augenzwinkern verfolgt. „Dass sie abnimmt, war mit uns abgesprochen“, sagte Stauffer. Aber es waren nicht nur die sieben Kilogramm, die sie seit dem Sommer weniger auf die Waage bringt, welche die Beobachter in der Szene kritisch sehen, sie kritisieren auch ihre omnipräsente Außendarstellung: „Maria und Marcus haben zuletzt extrem viel gemacht, noch mal viel mehr Riesenaktion im Vergleich zum Vorjahr“, sagte beispielsweise Martina Ertl-Renz (38), Deutschlands frühere Spitzenrennläuferin, im Münchner Merkur.

Diskussion übers Gewicht

Dass die Gescholtene die Anschuldigungen irritieren, gab Höfl-Riesch in der Zeitschrift Bunte zu: „Hätte ich das erste Rennen gewonnen, hätten alle gesagt: Toll, jetzt hat sie noch mehr Power.“ Allerdings weiß Höfl-Riesch selbst, dass sie als Athletin, die alle fünf Disziplinen fährt, genügend körperliche Substanz aufbringen muss, wenn sie den langen, kräftezehrenden Winter unbeschadet überstehen möchte.

Dass ihre Gewichtsreduzierung auch innerhalb des Verbands diskutiert wird, darauf deutete die Aussage des Sportdirektors Wolfgang Maier hin: „Maria ist alt genug, um zu wissen, was gut für sie ist.“ Die Diskussionen um ihr Gewicht werden wohl erst verstummen, wenn sie wieder konstante Ergebnisse unter den besten drei der Welt einfährt. (dapd)

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