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Lindsey Vonn nach ihrem Sturz.

WM-Super-G:

Vonn bei schwerem Sturz unverletzt

Die langjährige „Speed Queen“ Lindsay Vonn stürzt beim Super-G.

Ski-Olympiasiegerin Lindsey Vonn winkte mit betretener Miene ins Publikum, ihr schwer lädierter Körper schmerzte mal wieder an gleich mehreren Stellen. Auch bei ihrem vorletzten Auftritt auf der großen Ski-Bühne lieferte die langjährige „Speed Queen“ wieder jede Menge Drama, ihren schweren Sturz beim WM-Super-G im schwedischen Are überstand sie aber weitgehend unverletzt.

„Mein Körper tut sicher weh, ich habe einen blauen Fleck“, sagte Vonn im ORF: „Ich habe gekämpft und probiert, Gas zu geben. Es hat nicht funktioniert.“ Bei der Abfahrt am Sonntag wolle sie dennoch starten, um sich ein letztes Mal ihren vielen Fans zu zeigen, ehe sie aufhört und ihrem Körper endlich Ruhe gönnt.

Die 34 Jahre alte Amerikanerin wollte sich zum Abschied in Are „ein Denkmal setzen“, sagte ARD-Expertin Maria Höfl-Riesch vor dem Super-G, „noch eins, sie hat ja schon so viele.“ Doch dann riss Vonn im Mittelteil ein Richtungstor mit, bekam Vorlage und knallte mit dem Bauch auf die Piste. Kurz darauf schlug sie in den Fangzaun ein. Nach wenigen Minuten rappelte sie sich wieder auf, den bereitgestellten Rettungsschlitten ließ sie stehen und fuhr selbst zu Tal.

Weil sie auf der zuvor sehr sonnigen Piste vom Nebel überrascht worden sei, habe sie die entscheidende Welle nicht gesehen, erklärte Vonn ihr Malheur: „Ich hatte die falsche Brille.“ Nach ihren vielen Verletzungen sei ihr Problem, „dass mein Kopf genau weiß, was ich machen muss, dass ich gewinnen kann, aber mein Körper funktioniert nicht mit.“

Als sie stürzte, wendete sich die unmittelbar vor ihr zu Gold gefahrene Mikaela Shiffrin (USA) mit Schrecken ab. Silbermedaillengewinnerin Sofia Goggia (Italien) schlug die Hände vors Gesicht.

„Ich bin schon oft genug ins Netz geflogen, ich will das nicht mehr“, sagte Vonn noch. Und die Abfahrt? „Ich habe zwei Tage Zeit...“ (sid)

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