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Deutschlands Christian Fromm (r) jubelt mit Georg Grozer über den Sieg gegen Italien.

Nächster Gegner Tschechien

Volleyballer froh nach EM-Auftaktüberraschung

Die deutschen Volleyballer bezwingen zum EM-Start einen der Favoriten. Italien muss sich dem hervorragend aufspielenden Team von Nationaltrainer Giani beugen. Die Lust auf mehr ist geweckt.

Die deutschen Volleyballer um Georg Grozer genossen die Selfies mit den Fans. Nach dem überraschenden Auftaktsieg bei der EM in Polen gegen den Olympia-Zweiten Italien hatte die Mannschaft von Nationaltrainer Andrea Giani beste Laune.

„So kann man ein Turnier anfangen“, stellte Mittelblocker Michael Andrei nach dem packenden 3:2 in Stettin treffend fest. „Man merkt, dass man im Training auf dem richtigen Weg ist.“

Mit dem Sieg in Gruppe B gegen den Titel-Mitfavoriten haben die Deutschen gleich Kurs auf das Viertelfinale genommen. Der Gewinner der Staffel zieht direkt in diese K.o.-Runde ein, die Zweit- und Drittplatzierten müssen in die Achtelfinals. Mit weiteren Siegen gegen Tschechien am Sonntag (20.30 Uhr) und die Slowakei am Montag (17.30 Uhr) wollen die Deutschen den Umweg vermeiden.

„Wir müssen weitermachen, dürfen uns nicht ausruhen auf diesem einen Sieg. Wir müssen die anderen beiden Partien klar gewinnen, dann geht's ins Viertelfinale“, forderte Andrei. Der 32-Jährige war eine wichtige emotionale Komponente im deutschen Spiel, Grozer eine entscheidende beim Punkte machen. 28 Zähler gelangen dem Kraftpaket - so viele wie keinem anderen Spieler auf dem Feld.

„Alleine für die Mannschaft war der Sieg wichtig“, sagte Grozer, der von einem Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz noch nichts wissen wollte. „Ich muss noch gucken, wie wir das verarbeiten, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben.“

Nach einem schwierigen Jahr mit dem Scheitern in der Qualifikation für die WM 2018 und dem verpassten Weltliga-Aufstieg war das Duell mit dem sechsmaligen EM-Champion Italien eine wichtige Etappe. Denn die Mannschaft verinnerlicht offensichtlich den deutlich offensiveren und aggressiveren Stil von Giani immer besser. Das Team habe keine Lust mehr auf solche Pleiten wie im Sommer gehabt, sagte Andrei: „Jetzt können wir hoffentlich so weitermachen.“

Selbst einen Durchhänger in den Sätzen zwei und drei konnten die Deutschen vor 3420 Zuschauern diesmal verkraften. Bis zum Schluss hielten sie die Intensität hoch und blieben konzentriert. „Wir sind hier, um noch lange dabeizubleiben“, betonte Kapitän Lukas Kampa vor dem Ruhetag seiner Mannschaft.

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