Vitamin D schützt vor Infektionen und Krebs

Vitamin D spielt für den Schutz vor Infektionen und Krebserkrankungen eine größere Rolle als bislang bekannt. Vitamin D3 regt das körpereigene Immunsystem an und beschleunigt damit die Heilung von Hautwunden.

New York (ap). Vitamin D spielt für den Schutz vor Infektionen und Krebserkrankungen eine größere Rolle als bislang bekannt. Vitamin D3 regt das körpereigene Immunsystem an und beschleunigt damit die Heilung von Hautwunden. Studien hatten früher bereits auf einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin und der Anfälligkeit für Infektionskrankheiten hingewiesen. Nun untersuchten Dermatologen der Universität von Kalifornien in San Diego, wie die Substanz die Heilung von Hautwunden beeinflusst.

Die Forscher entdeckten dabei, dass sich nach Verletzungen bestimmte Hautzellen - so genannte Keratinozyten - um die Wunde sammeln und die Produktion von Vitamin D3 anregen. Dies fördert wiederum die Aktivität bestimmter Gene, die zusammen mit dem Vitamin das Peptid Cathelicidin bilden, das Infektionen bekämpft. Fehlt dieser Stoff, so sind laut einem Bericht des "Journal of Clinical Investigation" die Wunden sowohl von Mäusen als auch von Menschen anfälliger für Infektionen.

Körpereigenes Immunsystem wird angeregt

Studien der Universität von Kalifornien in San Diego ergaben zudem, dass Vitamin D das Risiko für Brust- sowie für Darmkrebs deutlich senkt. Zunächst werteten die Forscher zwei Untersuchungen mit insgesamt rund 1.800 Teilnehmerinnen aus, die den Einfluss von Vitamin D auf das Brustkrebs-Risiko analysierten. Dabei gingen höhere Vitamin-D-Werte im Blut mit einer geringeren Erkrankungswahrscheinlichkeit einher. In der Gruppe mit den höchsten Werten lag das Risiko um etwa die Hälfte niedriger als bei den Frauen, deren Blut sehr niedrige Konzentrationen aufwies, wie das "Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology" berichtet.

Auch die Auswertung von fünf Darmkrebs-Studien mit insgesamt mehr als 1.400 Personen ergab laut einem Bericht des "American Journal of Preventive Medicine", dass das Vitamin die Erkrankungswahrscheinlichkeit für Darmtumore um etwa die Hälfte verringern kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion