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Diagnose

Fit und vital - Von Prof. Hademar Bankhofer

Die Gesundheitsreformen der jüngsten Zeit haben uns zum Umdenken gezwungen. Krankwerden ist teuer geworden. Daher müssen wir selbst Einiges tun, um erst gar

Die Gesundheitsreformen der jüngsten Zeit haben uns zum Umdenken gezwungen. Krankwerden ist teuer geworden. Daher müssen wir selbst Einiges tun, um erst gar nicht krank zu werden. Wir müssen lernen, Eigenvorsorge zu betreiben: mit gesunder Ernährung, mit Sport, mit Kräutern, mit positiver Einstellung.

Und da passt - wie für unsere Zeit geschaffen - die Philosophie von Pfarrer Sebastian Kneipp. Kein Wunder, dass auch bei jüngeren Menschen Kneippen wieder voll im Trend liegt. Viele Kneipp-Rezepte kann man aber auch wunderbar zu Hause durchführen. Speziell, wenn es darum geht, gesund, fit und vital durch den Sommer zu kommen.

Wer jetzt abnehmen will, sollte eine innere Wasser-Kur durchführen. Man kann damit Hungerattacken verhindern. Man trinkt zu jeder vollen Stunde ein Glas Wasser mit ein paar Tropfen Zitronensaft. Man aktiviert den Kreislauf und die Gehirnarbeit.

Das kalte Armbad an heißen Tagen erfrischt. Das Waschbecken wird mit kaltem Wasser befüllt. Zuerst taucht man den rechten, dann den linken Unterarm ein, soweit wie möglich. Man bewegt nun die Unterarme im kalten Wasser hin und her, 20 bis 40 Sekunden, nicht länger. Dabei laut zählen,damit man richtig atmet. Arme aus dem Wasser, Wasser nur abstreifen, hin und her gehen, damit die Arme kräftig schwingen, bis sie trocken sind. Das Armbad macht munter bei Erschöpfung an heißen Tagen, bei Müdigkeit, bei nervösem Herzrasen. Nicht geeignet bei Herz-Krankheiten oder Rheuma.

Wassertreten: 25 bis 30 Zentimeter tief kaltes Wasser in die Badewanne einlassen, im Storchenschritt nur zwei Minuten umhergehen, abtrocknen, in warmen Socken umherlaufen. Ideal gegen Wadenkrämpfe, Muskelkater, Einschlafstörungen, depressive Stimmung, Wetterfühligkeit. Nicht geeignet bei kalten Füßen, Thrombosen, bei Fieber oder Infektionen.

Am frühen Morgen Barfußlaufen im taunassen Gras: Das ist nach Kneipp ein gutes Abhärtungsmittel gegen Erkältungen und hilft, Glückshormone im Gehirn zu produzieren. Die Erklärung: An den Fußsohlen enden 72 000 Nervenbahnen. Die werden durchs Barfußlaufen aktiviert.

Im Anfangsstadium lässt sich eine Sommer-Erkältung durch ein Fußbad verhindern. Das sehr warme Wasser muss bis über die Waden reichen. Man badet 15 Minuten, duscht die Beine dann kalt, zieht warme Socken an und legt sich ins Bett.

Wer Pfarrer Kneipps Heilkräuter-Rezepte nützen will: Man trinkt Melissentee gegen Wetterfühligkeit, Hopfenblütentee gegen Stress und schwache Nerven, Kamillentee gegen Magenbeschwerden und Lavendelblütentee gegen Ängste.

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