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Vierschanzentournee: Sieger von Oberstdorf kritisiert Jury für Anlauf-Entscheidung

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Von: Melanie Gottschalk

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Halvor Egner Granerud ärgert sich nach dem Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf über eine Jury-Entscheidung.
Halvor Egner Granerud ärgert sich nach dem Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf über eine Jury-Entscheidung. © Hafner/imago

Nach dem Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf kann sich Sieger Halvor Egner Granerud nicht so richtig freuen. Grund dafür ist die Jury.

Oberstdorf - Am Mittwoch (28. Dezember) ist die 71. Vierschanzentournee gestartet – eines der großen Highlights des Jahres im Skispringen. Der Kampf um den begehrten Goldenen Adler ist eröffnet. Die deutschen Springer zählten vor dem ersten Springen allerdings nicht zu den Top-Favoriten auf die Trophäe, denn vor allem die Vorzeigeadler Karl Geiger und Markus Eisenbichler hinkten ihren Leistungen in diesem Winter bisher hinterher.

Auf seiner Heimschanze präsentierte sich Geiger jedoch in einer besseren Form, sprang im Endeffekt nur 70 Zentimeter am Podest vorbei und wurde Vierter. Eine Steigerung, die den Deutschen freuen dürfte. Auch der Bundestrainer zeigte sich zufrieden: „Das war ein super Auftakt in die Tournee, ich bin sehr zufrieden“, sagte Stefan Horngacher nach dem Auftaktspringen der Vierschanzentournee im ZDF.

Vierschanzentournee: Verantwortliche kämpfen mit wechselnden Winden

Während der beiden Durchgänge am Donnerstag (29. Dezember) machten jedoch vor allem wechselnde Winde den Verantwortlichen an der Schattenbergschanze in Oberstdorf zu schaffen. Ausgerechnet in der Favoritengruppe wurden die Bedingungen besser.

In diesem Fall wird der Anlauf normalerweise verkürzt, damit die Springer nicht zu weit runterkommen und eventuell stürzen. Im ersten Durchgang der Vierschanzentournee wurde der Anlauf aber sogar verlängert, der Pole Dawid Kubacki flog auf 140,5 Meter. Der spätere Sieger Halvor Egner Granerud hatte in Oberstdorf sowohl die Qualifikation als auch jeden Trainingssprung, an dem er teilnahm, dominiert und fürchtete, dass es für ihn zu weit gehen könnte.

Vierschanzentournee: Norwegischer Trainer verkürzt Anlauf für Granerud

Der norwegische Bundestrainer Alexander Stöckl entschied deshalb selbstständig, den Anlauf für seinen Top-Springer zu verkürzen, da die Jury nicht eingriff. In diesem Fall müssen die Springer aber eine von der Größe der Schanze abhängige Mindestweite abliefern, um die Bonuspunkte für die Gateverkürzung zu bekommen. Dies gelang Granerud beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee ohne Probleme – und landete als Sieger auf dem Podest.

Anschließend konnte er sich eine Kritik an der Jury aber nicht verkneifen. „Ich fand es einfach komisch, dass wir im ersten Durchgang von einer höheren Luke springen mussten als im Probedurchgang, wo ich schon bei 138 Metern gelandet bin. Ich bin richtig froh, dass mich Alex eine Luke runtergeholt hat, aber es sollte nicht Alex‘ Verantwortung sein, dafür zu sorgen, dass ich morgen noch arbeiten kann“, wird der Skispringer bei Eurosport zitiert.

Vierschanzentournee: Granerud kritisiert Jury für Entscheidung

142,5 Meter sei zwar weit, aber zu stehen, er habe keine Probleme mit der Landung gehabt. „Wenn mich Alex aber nicht heruntergeholt hätte, wäre es zu weit gegangen. Darüber war ich nicht besonders glücklich“, sagte der Sieger des Auftaktspringens der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Am Ende ging aber alles gut und Granerud konnte sich über seinen Triumph freuen. (msb)

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