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Vierschanzentournee: Kuriose Fakten zum Skisprung-Event des Jahres

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Von: Melanie Gottschalk

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Kurios: 2006 gab es bei der Vierschanzentournee zwei Gesamtsieger.
Kurios: 2006 gab es bei der Vierschanzentournee zwei Gesamtsieger. © Sammy Minkoff/imago

Die 71. Ausgabe der Vierschanzentournee startet. In so vielen Jahren kam es natürlich schon zu einigen kuriosen Momenten. 

Oberstdorf - Ab Mittwoch (28. Dezember) geht die Vierschanzentournee in eine neue Runde. Bereits zum 71. Mal kämpft die Elite des Skispringens dann wieder um die begehrte Trophäe des Goldenen Adlers. Doch nichts im Leben ist perfekt, weshalb es auch bei der Vierschanzentournee in der Vergangenheit zu zahlreichen außergewöhnlichen Momenten kam – egal ob kurios oder witzig.

Im Sommer 1949 wurde der Entschluss gefasst, eine Tournee auf die Beine zu stellen, 1952 kam es erstmals zu dem Saison-Highlight im Skispringen. Teilnehmer: 18 Österreicher, 16 Deutsche, fünf Slowenen (unter der Flagge Jugoslawiens), vier Schweden, drei Norweger und drei Schweizer. Am Ende gewann die österreichische Skisprung-Legende Sepp Bradl die erste Tournee. Doch nicht immer ging die Gesamtwertung klar aus.

Vierschanzentournee: 2006 gibt es gleich zwei Gesamtsieger – ein Novum

2006 gab es nämlich nicht einen, sondern gleich zwei Gesamtsieger. Der finnische Skisprung-Star Janne Ahonen sammelte bei der Vierschanzentournee 1081,5 Punkte, genau wie Jakub Janda aus Tschechien. Kurios, denn so etwas hatte es zuvor bei der Tournee noch nie gegeben – und ist bis heute einzigartig.

Auch kurios: Im zweiten Jahr der Vierschanzentournee musste das Skisprung-Highlight aufgrund von Schneemangel abgesagt werden. Die österreichische Mannschaft wusste jedoch nichts von der Absage und machte sich trotzdem auf den Weg nach Deutschland. Als die Skispringer in Oberstdorf ankamen, fing es plötzlich an zu schneien, die Organisatoren nahmen die Absage zurück.

Vierschanzentournee: Fluggesellschaften ändern Flugpläne für Skisprung-Highlight

Damit alle Springer doch noch rechtzeitig zur Vierschanzentournee anreisen konnten, änderten Fluggesellschaften sogar ihre Flugpläne, das Springen konnte doch noch wie geplant stattfinden. Am Ende hatte der eilig angereiste Norweger Olaf B. Björnstad die Nase vorn. Er konnte drei Tagessiege erspringen, Bestwert bis Sven Hannawald 2002 als erster der Geschichte alle vier Tagessiege einstreichen konnte.

Wenige Jahre später kam es dann zu einer eher fragwürdigen Aktion des finnischen Skispringers Hemmo Silvennoinen. Denn der damals 23-Jährige ließ die Korken an Silvester richtig knallen, und kam zum Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen mit noch reichlich Restalkohol an. Der Trainer wollte den Springer daraufhin von der Startliste streichen lassen, nach Beschwerde seiner Mannschaftskollegen durfte er aber dann doch ran – und gewann das Springen.

In diesem Jahr werden in Oberstdorf erstmals seit 2019 wieder Fans anwesend sein, darauf freut sich vor allem Sven Hannawald. Die deutschen Springer zählen bei der Vierschanzentournee in diesem Winter jedoch nicht zu den Favoriten, zu schlecht waren die Leistungen zu Beginn der Saison.

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