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Deutsche Medaillenhoffnung: Denise Herrmann (links) in Östersund.

Wintersport

Vier gewinnt im Schnee

Das DSV-Team hofft auf ein goldenes WM-Finale in Östersund.

Vier Medaillen? Vielleicht sogar alle goldglänzend? Eine so geniale Vorstellung zaubert vor dem „Final Four“ der Biathlon-WM in Östersund sogar Bundestrainer Mark Kirchner ein Lächeln ins Gesicht. „Wir wollen ganz vorn angreifen. Unsere Qualität und die bislang gezeigten Leistungen stimmen uns positiv“, sagte der ansonsten eher defensive Kirchner am Freitag: „Wir wären schon enttäuscht, wenn wir leer ausgehen.“

Davon ist nicht auszugehen. Vor allem in den beiden Staffeln am Samstag (13.15 Uhr/ZDF und Eurosport) sind die Quartetts des Deutschen Skiverbandes (DSV) auch aufgrund der Geschlossenheit neben Norwegen der große Goldfavorit. Etwaige Erfolgserlebnisse im Team würden zudem die Zuversicht für die abschließenden Massenstarts am Sonntag (ab 13.15 Uhr) schüren – Titelaspiranten finden sich schließlich zuhauf im DSV-Lager.

Dahlmeier relativiert

Bei den Männern muss neben Einzelweltmeister Arnd Peiffer auch mit Erik Lesser gerechnet werden, der am Donnerstag bei der Single-Mixed-Staffel eine vorzügliche Vorstellung bot und ohne Fehlschuss blieb. „Das gibt mir einen Motivationsschub für das Wochenende“, sagte der 30-Jährige. Bei den Frauen gehört neben Verfolgungsweltmeisterin Denise Herrmann vor allem Doppelolympiasiegerin Laura Dahlmeier zu den Athletinnen, die es zu schlagen gilt.

„Es ist schon Wahnsinn, welche Leistungen ich hier wieder abrufen konnte“, sagte Dahlmeier, in Schweden zweimal mit Bronze dekoriert, am Rande eines Sponsorentermins. Insbesondere als Quartett seien sie und ihre Teamkolleginnen stark, „wir haben schon bewiesen, was wir können“.

Beispielsweise bei der WM-Generalprobe in Canmore, wo Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Herrmann und Dahlmeier triumphierten. Dieselbe Formation soll nun die „Mission Titelverteidigung“ erfüllen – also eigentlich eine klare Angelegenheit. Oder etwa nicht? „Alle Nationen treten in Bestbesetzung an“, relativiert Dahlmeier. Und während mit den Staffeln auch ohne das perfekte Rennen Gold realistisch erscheint, muss für den goldenen Abschluss im Massenstart schon jedes Rädchen reibungslos ineinandergreifen. Kirchner weiß: „An einem solchen Tag muss natürlich alles ideal aufgehen.“ (sid)

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