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Die BBL möchte spätestens am 18. Mai loslegen.

Basketball

Viele Unwägbarkeiten

Die Basketball-Bundesliga möchte im Turniermodus starten – doch es gibt offene Fragen.

Ist die Saison in der Basketball Bundesliga (BBL) durch die Entscheidung für ein Zehn-Mannschaften-Turnier gerettet? Nein. Erst wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen, geht die Korbjagd ohne Zuschauer weiter. Die BBL möchte spätestens am 18. Mai loslegen.

Wo findet das Turnier statt?

Das ist noch offen. Die BBL verschickte am Dienstag eine Ausschreibung, die Entscheidung über den Gastgeber fällt am Montag. Infrage kommen aufgrund der Anforderungen (Hotels, Infrastruktur, Arena, Trainingsmöglichkeiten) von den verbleibenden Klubs wohl Berlin und München. Interessiert sind auch Köln, Frankfurt und Oldenburg. „Es ist auch eine Frage der Kosten“, sagte Ligachef Stefan Holz. „Wir würden anbieten, Austragungsort zu werden“, sagte Gunnar Wöbke, der Geschäftsführer der Frankfurt Skyliners. Es werde aber keinen Kampf geben. „Wenn es einen anderen Standort gibt, der besser geeinigt ist, gehen wir dahin.“

Wann genau wird gespielt?

Einen exakten Zeitplan gibt es noch nicht. Klar ist, dass die Saison bis zum 30. Juni beendet werden soll. Für das Turnier werden drei Wochen veranschlagt. „Es wird eng getaktet sein“, sagte Holz. Vor dem Beginn des Turniers sollen die Mannschaft zwei Wochen lang in ihren eigenen Hallen trainieren, am Spielort dann in Hotels isoliert werden.

Wie sieht der Modus aus?

In zwei Fünfer-Gruppen spielt zunächst jeder gegen jeden. Anschließend folgen im Überkreuz-Verfahren Viertel- und Halbfinale sowie das Finale in einem angepassten Playoff-Modus.

Werden die Profis aus den Vereinigten Staaten nun eingeflogen?

Theoretisch ist das möglich. Die US-Spieler haben in der Regel nach wie vor gültige Arbeitsverträge, auch heben noch Flugzeuge aus den USA nach Deutschland ab. Doch die Klubs werden höchstwahrscheinlich die Entscheidung der Behörden abwarten, um am Ende nicht auf den Flugkosten sitzen zu bleiben. Zurückkehrende Spieler müssten zunächst in Quarantäne.

Werden die sieben „Aussteiger“ Nachteile bekommen?

Finanziell: Nein. Die Einnahmen der Liga etwa aus dem TV-Vertrag sollen wie geplant anteilig verteilt werden. Die zehn beim Endturnier startenden Klubs bekommen nicht automatisch mehr Geld, weil zunächst auch keine zusätzlichen Einnahmen zu erwarten sind. Allerdings bestimmt das Turnier die Endplatzierung, so dass dort das Startrecht für die internationalen Wettbewerbe vergeben wird.

Wer darf alles in die Halle?

Die Spiele würden ohne Zuschauer ausgetragen, der Kreis der Anwesenden soll möglichst gering gehalten werden. Frankfurts Wöbke sprach von rund 80 bis 90 Menschen. Bis auf die Spieler und Schiedsrichter sollen demnach alle Personen eine Maske tragen. Neben den Profis wären auch Trainer und Betreuerstab, das Schiedsgericht und die TV-Crew in der Arena.

Würde das TV übertragen?

MagentaSport, die Telekom-Tochter, ist Hauptrechte-Inhaber, ausgewählte Spiele würden auch bei Sport 1 laufen. Laut BBL zeigen auch ARD und ZDF „großes Interesse“ an einer ausführlichen Berichterstattung. (sid/dpa)

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