Beachvolleyball

Viel Sand im Getriebe

Beachvolleyball-WM in Hamburg gestartet.

Stimmung gut, Aussichten mau. Die deutschen Beachvolleyballer sind am Freitag in die Weltmeisterschaft in Hamburg gestartet. „Lasst uns die WM rocken“, hatte Präsident René Hecht, höchstselbst einst ein Topstar der deutschen Volleyballszene, den deutschen Duos am Vorabend der Megaveranstaltung in der Hamburger Red Dog Bar zugerufen. Zum zweiten Mal nach 2005 in Berlin spielen die besten Beachvolleyballprofis der Welt ihre Champions in Deutschland aus. Es soll die größte Beachvolleyball-Party werden, die es in Deutschland je gegeben hat. 216 Spiele, 96 Teams, zehn deutsche Duos und mittendrin Sandkönigin Laura Ludwig.

Die meisten Augenpaare schauen auf die 33-Jährige Beachvolleyball-Olympiasiegerin und ihre neuen Partnerin, Ex-Hallenstar Margareta Kozuch (32). Titelverteidigerin Ludwig und Kozuch starteten am Freitagabend in die WM, die am Rothenbaum über die Bühne geht. WM-Gold für Deutschland könnte ein frommer Wunsch bleiben. „Die Tiefe der Probleme, die es in den letzten zwei Wochen gab, waren nicht unbedingt in der Form zu erwarten“, sagte Niclas Hildebrand mit Blick auf die großteils neu formierten Beachteams. Abschreiben will der Sportdirektor des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) Ludwig und Co. aber auch nicht. „Ich bin trotzdem optimistisch, dass wir bei der WM jetzt gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen“, sagte Hildebrand.

Aufgrund der verletzungsbedingten Pause von Kira Walkenhorst holte sich Ludwig nach ihrer 20-monatiger Babypause die 336-maligen Hallen-Nationalspielerin Margareta Kozuch ins Boot. Bei den fünf Turnieren, die das Team bestritt, kamen die beiden nie über das Achtelfinale hinaus. Die Generalprobe in Warschau ging bei allen deutschen Teams daneben, spätestens in der Runde der letzten 16 war Schluss.

Die neue Teamsituation sei natürlich „speziell“, räumte Trainer Jürgen Wagner (63) ein, der 2012 Julius Brink und Jonas Reckermann und dann 2016 Ludwig/Walkenhorst zu olympischen Champions geformt hat. „Wenn 50 Prozent eines Teams anders sind von der Spielanlage, der körperlichen Konstellation und den technischen Tools, dann ist es ein ganz anderes Team.“

Auf die Champions 2019 warten 60 000 Dollar Preisgeld und ein Startplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Insgesamt werden eine Million Dollar ausgeschüttet. Der Etat der Veranstaltung beträgt sieben Millionen Euro. „Es ist das größte Beachvolleyballturnier nach Olympia“, erklärte Veranstalter Hannes Jagerhofer. Für Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote ist die WM bis zum 7. Juli für die Hansestadt „eine neue Kategorie“. Die Stadt Hamburg steuert 3,5 Millionen Euro zum WM-Etat bei. Sport1 sowie ARD und ZDF (Finalspiele) übertragen phasenweise live. (dpa/sid/FR)

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