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HSV verspielt seine Chance

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Hamburgs Jonathan Pitroipa (li) kämpft um den Ball gegen Fulhams John Pantsil.
Hamburgs Jonathan Pitroipa (li) kämpft um den Ball gegen Fulhams John Pantsil. © dpa

Der krisengeschüttelte Bundesligist liefert mit neuem Trainer dem FC Fulham einen großen Kampf, verpasst aber das Europapokalfinale im eigenen Stadion. Dort trifft Fulham auf Atletico Madrid.

Ein Kunstschuss von Mladen Petric war nicht genug, der Traum des Hamburger SV vom Europa-League-Finale im eigenen Stadion ist beim FC Fulham geplatzt.

Nach dem Führungstreffer durch den kroatischen Nationalspieler aus der 22. Minute drehten die Londoner mit einem Doppelschlag durch Simon Davies (69.) und Zoltan Gera (76.) die Partie und erreichten durch den 2:1-Erfolg im Halbfinal-Rückspiel erstmals ein europäisches Finale.

"Der Mannschaft ist kein Vorwurf zu machen, sie hat alles gegeben und die Partie bis zur 70. Minute gut im Griff gehabt", sagte HSV-Chef Bernd Hoffmann. Der geknickte Boss gestand ein: "Wir haben zwei Jahre lang den Traum vom Endspiel im eigenen Stadion geträumt, wenn der Traum dann 20 Minuten vor dem Ende platzt, ist das ganz bitter. Wir haben in dieser Saison unsere sportlichen Ziele verfehlt."

Die Fans waren weniger feinfühlig, sie skandierten: "Hoffmann raus." Ein tief enttäuschter Mladen Petric sagte nach der Partie: "Wir haben uns nach der Führung zu sehr hinten reingstellt, wir sind gar nicht mehr hinten rausgekommen, haben gar nichts mehr nach vorne gemeacht", sagte Torschütze Petric. "Das war das Entscheidende."

Moniz stoppt Abwärtstrend nicht

Die Hamburger dagegen stehen drei Tage nach der Entlassung von Trainer Bruno Labbadia vor den Trümmern einer lange Zeit vielversprechenden Saison. Auch Interimstrainer Ricardo Moniz schaffte es nicht, den Abwärtstrend zu stoppen. In der Liga ist eine erneute Qualifikation für die Europa League nur noch theoretisch möglich.

Der sechsten Final-Einzug der Hamburger auf europäischer Bühne lässt zudem weiter auf sich warten. Wie schon im Vorjahr, als der HSV an Werder Bremen scheiterte, war im Halbfinale Endstation. Besonders bitter ist es, das Endspiel am 12. Mai in Hamburg zwischen Fulham und dem FC Liverpool oder Atletico Madrid (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe war das Spiel in der Verlängerung) nur als Zuschauer zu erleben.

Zudem verpassten es die Hamburger, der Bundesliga einen großen Dienst zu erweisen. Denn durch einen Finaleinzug der Hamburger hätte Deutschland den dritten Platz in der Fünf-Jahres-Wertung der Uefa vor Italien schon vorzeitig sicher gehabt, der ab der Saison 2011/12 den Einsatz von vier Teams in die Champions League erlaubt. Jetzt muss diesen Platz Bayern München im Champions-League-Endspiel gegen Inter Mailand behaupten. (sid/dpa)

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