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Brachte Leverkusen in Führung: Lars Bender.
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Brachte Leverkusen in Führung: Lars Bender.

Unfertiger Sieg

  • VonDaniel Theweleit
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Leverkusen schlägt Genk, zeigt aber auch einige Schwächen

. Beinahe sechs Jahre haben die Leverkusener auf ein Heimspiel in der Champions League gewartet, und entsprechend würdevoll wollten sie diesen Abend mit der Partie gegen den KRC Genk begehen. Das Stadionheft war im edlen Style des größten Klubwettbewerbs der Welt gestaltet worden, die Klubmitarbeiter trugen schicke Anzüge mit dem Vereinsemblem auf der Brust, und Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser begrüßte das Publikum mit einem schwärmerischen Text unter der Überschrift „Willkommen zur Königsklasse“. Nur das Leverkusener Publikum mochte nicht so richtig mitspielen bei dem Festakt, der sich am Ende zu einem mühevollen 2:0 (1:0)-Erfolg des Bundesligisten über den belgischen Meister entwickelte.

Denn nur rund 26 000 Leute konnten sich an diesem wunderschönen Sommerabend zum Stadionbesuch aufraffen, was den Kölner Stadtanzeiger zu ein paar spöttischen Zeilen veranlasste: „Die Rückkehr der Champions League nach Leverkusen hat viel vom Charme eines Zahnarztbesuches“, schrieb die Zeitung vor der Partie. Ganz so schlimm ist es dann aber nicht gewesen. Im Gegenteil, unterhaltsam war dieses Fußballspiel, ob es Champions League-Format erreichte, ist eine andere Frage, aber der Wettbewerb steckt ja auch noch in seiner Frühphase.

Und vielleicht kann man von der Leverkusener Mannschaft, im Augenblick auch nicht mehr erwarten. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge hatte Bayer extrem viel Kritik einstecken müssen, nun war der Werkself deutlich anzusehen, dass sie sich wehren wollte. In vielen Phasen Ball lief schnell und sauber, Stefan Kießling arbeitete mit all seiner beeindruckenden Leidenschaft für die Mannschaft, und der in der Bundesliga gesperrte André Schürrle ließ wieder einmal seine Fähigkeiten aufblitzen. Den Leverkusenern war anzusehen, wie viel Talent sie haben, es gab wunderbare Kombinationen, Dribblings, Beinschüsse, wunderbare Momente. In anderen Augenblicken war der Mannschaft von Robin Dutt aber auch anzusehen, wie unfertig sie ist. Immer wieder vergeudeten sie ihre brillant heraus gespielten Ausgangssituationen im und um den Strafraum der Belgier durch finale Ungenauigkeiten oder falsche Entscheidungen. Selbst dem 1:0 ging eine Aktion voraus, die irgendwie misslungen war. Kießling hatte die Situation bereits vertändelt, nachdem er sich in einem Zweikampf verhedderte, doch der abgewehrte Ball landete bei Lars Bender, der ihn aus spitzem Winkel ins Tor drosch (30.).

Hinten viele Fehler

Bedrohlicher als die Ungenauigkeiten im Angriff waren aber die Unkonzentriertheiten in der Defensive. Ömer Toprak wirkte mehrfach ziemlich unentschlossen in seinen Aktionen und Stefan Reinartz leistete sich sogar schlimme Fehler. In der 19. Minute fühlte der Innenverteidiger sich in einem Zweikampf zu sicher, verlor den Ball, was der belgische Meister nicht ausnutzte.

Die zweite Hälfte begann dann etwas behäbiger, zunächst ergaben sich kaum Torszenen, bis zur 62. Minute, als Schürrle sich durch den Strafraum des KRC Genk dribbelte, bis er alleine vor Lazlo Küteles stand, den Torhüter jedoch anschoss. Das hätte bereits die Entscheidung sein können. In den letzten 20 Minuten wurde es dann noch einmal richtig eng für Bayer, Genk wurde offensiver, und Leno hielt großartig gegen Ogunjimi (77.). In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Michael Ballack dann noch zum 2:0, die ganz große Krise ist damit erst einmal abgewendet.

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