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Minneapolis: Das U.S. Bank Stadium, der Austragungsort des 52. NFL Super Bowl. Die Philadelphia Eagles spielen beim 52. Super Bowl am 04.02.2018 in Minneapolis gegen die New England Patriots.
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Minneapolis: Das U.S. Bank Stadium, der Austragungsort des 52. NFL Super Bowl. Die Philadelphia Eagles spielen beim 52. Super Bowl am 04.02.2018 in Minneapolis gegen die New England Patriots.

Super Bowl

Umbruch bei den Nimmersatten

Die New England Patriots gehen nach ihrem Triumph im Vorjahr erneut als Favorit in den Super Bowl. Doch es gibt Hoffnung auf ein Ende der Dominanz.

Matt Patricia ließ alles an sich abprallen. Das Bohren war vergeblich. „Ich habe nur einen Job. Ich bin Defensive Coordinator der Patriots, mehr nicht“, sagte der Trainer in einer Medienrunde vor dem Super Bowl unmissverständlich und verweigerte jede Aussage zu seinem bevorstehenden Abschied von NFL-Champion New England. Die Spatzen pfeifen es längst von den Dächern, Patricia verlässt die Franchise. Schon kommende Woche, direkt nach dem Finale in der US-Football-Profiliga gegen die Philadelphia Eagles, wird der in der Branche hochgeschätzte 43-Jährige Chefcoach der Detroit Lions. Schlechte Nachrichten für die Patriots, aber gute für die Konkurrenz. Patricia hat großen Anteil am Erfolg des Seriensiegers.

New England ist Favorit

New England gilt als die Mannschaft, die während eines Spiels am besten Anpassungen vornehmen kann. Das zeigte sich im Vorjahr, als der Titelgewinn nach einer Rekord-Aufholjagd gelang. Und das zeigte sich zuletzt auch im Halbfinale, als die Jacksonville Jaguars zunächst dominierten, den Patriots ab einem gewissen Punkt aber nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Auch deshalb ist New England im 52. Super Bowl in der Nacht zum Montag (00.30 Uhr MEZ/ProSieben und DAZN) klarer Favorit. Für Headcoach Bill Belichik und seinen Star-Quarterback Tom Brady geht es in Minneapolis um den sechsten Triumph, für Josh McDaniels ebenfalls. Der Offensive Coordinator war in verschiedenen Funktionen bei den bisherigen fünf Erfolgen dabei, und auch er ist so gut wie weg. Die Indianapolis Colts bieten dem 41-Jährigen ihren Cheftrainerposten an. „Er ist ein großartiger Coach“, sagte Brady: „Er hat viele Möglichkeiten, so ist das eben, wenn du gut bist. Jedes Team würde ihn gern an seiner Spitze sehen.“ Allerdings habe er mit McDaniels noch nicht wirklich über dessen Zukunft gesprochen. Brady weiß aber, dass er nicht zu halten sein wird. Es kommt in Foxborough/Massachusetts zu einem größeren Umbruch. New England, dreimal in vier Jahren Teilnehmer am Super Bowl, muss sich neu aufstellen. Das gefällt allen, denen der Erfolg der Patriots nicht gefällt – und das sind gar nicht so wenige. Am Wochenende drückt die große Mehrheit der Amerikaner dem Underdog die Daumen. Eine statistische Analyse eines Wettanbieters, erstellt aus Daten des sozialen Netzwerks Twitter, hat ergeben, dass in 45 der 50 US-Bundesstaaten Philadelphia unterstützt werden wird. Die Ausnahmen: Massachusetts, Maine, New Hampshire, Rhode Island und North Dakota. Widerstände sind die Patriots gewohnt. Schwierigkeiten auch, doch der Titelverteidiger lässt sich davon nie aus der Ruhe bringen. Star-Receiver Julian Edelman konnte nach einem Kreuzbandriss kein Saisonspiel machen – egal. Brady musste vor dem Halbinale mit zwölf Stichen an der Wurfhand genäht werden – egal. New England hat immer eine Antwort, selbst wenn es düster aussieht. Ob es nach dem Super Bowl auch so weitergeht, ist wegen des Personalwechsels aber eine spannende Frage. Patricia steht vor einer neuen Herausforderung, McDaniels unternimmt seinen zweiten Anlauf. In den Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 war er Headcoach der Denver Broncos – und scheiterte. Über die St. Louis Rams kam er zu den Patriots zurück und gewann zweimal den Titel. Doch wie Patricia will er sich unbedingt als Boss beweisen. (sid)

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