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Ukraine-Krieg: Russland und Belarus von Paralympics in Peking ausgeschlossen

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Von: Sascha Mehr

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Paralympics
Der Pekinger Olympiaturm spiegelt sich in den Fenstern des Main Media Centers mit dem Logo der Winter-Paralympics 2022. © Andy Wong/AP/dpa

Die Paralympischen Spiele von Peking finden ohne Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus statt.

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Update vom Donnerstag, 03.03.2022, 08.20 Uhr: Russland und Belarus sind wegen des Krieges in der Ukraine nun doch von den am Freitag beginnenden Paralympics ausgeschlossen. Das gab das Internationale Paralympische Komitee am Donnerstag bekannt und revidierte damit seine Entscheidung vom Vortag. Mehrere Verbände, Teams und Athleten hätten mit einem Boykott der Spiele gedroht, was die „Durchführbarkeit der Paralympischen Winterspiele“ gefährdet hätte. Auch die Situation in den Athletendörfern eskaliere, wodurch die Sicherheit der Athleten unhaltbar geworden sei, teilte das IPC mit.

Noch am Mittwoch hatte das IPC auf einer Sitzung entschieden, dass Sportler aus Russland und Belarus als neutrale Athleten und unter der paralympischen Flagge teilnehmen dürfen. Dies hatte in der Sportwelt große Empörung ausgelöst, wie auch beim Deutschen Behindertensportverband (DBS). „Das ist enttäuschend und mutlos. Angesichts der täglichen Kriegsgräuel in der Ukraine hätten wir einen solchen Beschluss nicht für möglich gehalten“, sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Ähnlich äußerte sich die Vereinigung Athleten Deutschland.

Der weltweite Druck hat die Verantwortlichen nun umdenken lassen. „Wir beim IPC sind fest davon überzeugt, dass Sport und Politik nicht vermischt werden sollten. Doch ohne eigenes Verschulden ist der Krieg nun zu diesen Spielen gekommen, und hinter den Kulissen nehmen viele Regierungen Einfluss auf unser geschätztes Ereignis“, wurde IPC-Chef Andrew Parson in der Mitteilung zitiert.

Ukraine-Krieg: Deutscher Trainer erklärt Rücktritt bei Klub in Moskau

+++ 13.48 Uhr: Markus Gisdol ist nicht mehr Trainer von Lokomotive Moskau. „Fußballtrainer ist für mich der schönste Job der Welt. Ich kann meiner Berufung aber nicht in einem Land nachgehen, dessen Staatsführer einen Angriffskrieg mitten in Europa verantwortet. Das geht mit meinen Werten nicht überein. Ich kann nicht in Moskau auf dem Trainingsplatz stehen, die Spieler trainieren, Professionalität einfordern und ein paar Kilometer weiter werden Befehle erteilt, die großes Leid über ein gesamtes Volk bringen. Das ist meine persönliche Entscheidung und hiervon bin ich absolut überzeugt“, sagte der 52-Jährige zur Bild-Zeitung.

+++ 08.30 Uhr: Russland hat mit großer Empörung auf den Ausschluss russischer Mannschaften aus allen Wettbewerben und der WM in Katar durch die FIFA und die UEFA reagiert. „Die Entscheidung hat einen eindeutig diskriminierenden Charakter und schadet einer großen Zahl von Sportlern, Trainern, Angestellten von Vereinen und Nationalmannschaften und vor allem Millionen von russischen und ausländischen Fans, deren Interessen die internationalen Sportorganisationen in erster Linie schützen müssen“, so der Russische Fußballverband in einer Erklärung.

Ukraine-Krieg: FIFA und UEFA suspendieren Russland

+++ 18.52 Uhr: Der Fußball-Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA haben am Montag Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine von allen Wettbewerben suspendiert. Damit steht Bundesligist RB Leipzig kampflos im Viertelfinale der Europa League, die für den März angesetzten Achtelfinalspiele zwischen Leipzig und Spartak Moskau finden nicht statt.

FIFA und UEFA suspendieren Russland
FIFA und UEFA suspendieren Russland © Jakub Porzycki/Imago Images

+++ 16.35 Uhr: Die FIFA will Russland aufgrund der Invasion in der Ukraine von der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar ausschließen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Somit dürfte das russische Team nicht an dem WM-Playoffs im März und an der Endrunde im Winter teilnehmen.

WM 2022 in Katar
Der WM-Pokal. © Leszek Szymanski/dpa

Ukraine-Krieg: Russland vor Ausschluss bei Eishockey-WM?

+++ 16.15 Uhr: Gastgeber Finnland will Russland und Belarus wegen des Ukraine-Konflikts von der Eishockey-Weltmeisterschaft ausschließen. Gegenüber dem Präsidenten des Internationalen Eishockey-Verbands IIHF, Luc Tardif, habe man erklärt, „dass es nicht möglich für Russland und Belarus sein wird, an der Weltmeisterschaft der Herren in Tampere und Helsinki im Mai teilzunehmen“, erklärte der Chef des finnischen Eishockey-Verbandes Harri Nummela laut einer Mitteilung.

Finnland will Eishockey-WM-Ausschlus von Russland.
Finnland will Eishockey-WM-Ausschlus von Russland. © YUTAKA/Imago Images

Ukraine-Konflikt: RB Leipzig mit Freilos in Europa League?

+++ 12.45 Uhr: RB Leipzig zieht offenbar kampflos ins Viertelfinale der Europa League ein. Wie die Bild-Zeitung berichtet, stehen die Partien der Sachsen gegen Spartak Moskau vor der Absage. „Wir stehen weiterhin in einem engen Austausch mit den Verbänden und haben vollstes Vertrauen in die UEFA und ihre Entscheidung. Wir gehen davon aus, dass die Spiele abgesagt werden“, sagte Klub-Boss Oliver Mintzlaff laut Bericht.

+++ Update vom Montag, 28.02.2022, 11:32 Uhr: Der Vorstand des FC Schalke 04 hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, die Partnerschaft zwischen S04 und dem russischen Erdgasförderunternehmen Gazprom vorzeitig zu beenden, wie der Verein mitteilte. Weitere Infos sollen in Kürze folgen, so der Klub.

Erstmeldung vom Montag, 28.02.2022, 11:25 Uhr: Warschau – Der polnische Verbandspräsident Verbandspräsident Cezary Kulesza teilte am Samstag (26.02.2022) per Twitter mit, dass die polnische Nationalmannschaft in den Play-offs nicht gegen Russland antreten werde. Terminiert ist die Partie auf den 24. März 2022, Spielort ist Moskau. Der Sieger dieses Spiels wird dann im Endspiel auf den Gewinner des Duells zwischen Schweden und Tschechien treffen - so die Auslosung.

Ukraine-Krieg: Lewandowski will nicht gegen Russland spielen

Polens Star Robert Lewandowski*, in der Bundesligapartie für den FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt Kapitän, trug eine ukrainische Kapitänsbinde. „Ich habe mich dazu entschieden, die ukrainische Binde zu tragen, weil das, was aktuell in der Ukraine* passiert, für die ganze Welt nicht zu akzeptieren ist“, sagte er im Interview mit Pay-TV-Sender Sky. „Wir müssen die ganze Ukraine unterstützen. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas passieren könnte. Das tut weh. Ich denke, man kann den Sport nicht aus der Politik rausnehmen. Ich kann mir nicht vorstellen, in einem Monat auf dem Platz gegen Russland zu stehen und zu vergessen, was aktuell passiert. Das ist nicht zu akzeptieren“, so Lewandowski weiter.

Russland hat nicht nur im Halbfinale gegen Polen Heimrecht, sondern auch in einem möglichen Finale um die Qualifikation für die WM 2022 in Katar. Die beiden möglichen Gegner, Tschechien und Schweden, teilten aber bereits ebenfalls mit, dass sie ein mögliches Spiel in Russland boykottieren werden. Der tschechische Verband erklärte am Sonntag (27.02.2021) per Twitter, dass die tschechische Nationalmannschaft auch nicht an einem neutralen Ort gegen Russland spielen werde.

Ukraine-Krieg: FIFA verhängt Sanktionen gegen Russland

Nun hat der Fußball-Weltverband FIFA erste Sanktionen verhängt: Es werden keine internationalen Spiele mehr in Russland ausgetragen, weder auf Vereinsebene noch auf Verbandsebene, alle Heimspiele russischer Mannschaften finden auf neutralem Boden statt. Außerdem wird bei Partien der russischen Nationalmannschaft nicht mehr die Hymne gespielt und die russische Fahne nicht zu sehen sein. Zudem startet die russische Länderauswahl künftig unter dem Namen ihres Verbandes RFU und nicht mehr als Russland, wie die FIFA am Sonntag (27.02.2022) bekannt gab. Einen Ausschluss aus den Play-offs zur WM 2022 in Katar gab es aber nicht.

Eine Reaktion von Polens Verbandspräsident Cezary Kulesza ließ nicht lange auf sich warten. Für ihn sind die Sanktionen durch die FIFA inakzeptabel. „Wir sind nicht an einem Spiel des Scheins interessiert. Unser Standpunkt bleibt unverändert: Die polnische Nationalmannschaft wird KEIN Spiel gegen Russland bestreiten. Ganz egal, wie die russische Mannschaft heißt“, so Kulesza per Twitter. (smr) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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