Wasserspringen

Wie ein Turnierpferd

Wasserspringer Hausding knapp im WM-Finale.

Rekordeuropameister Patrick Hausding bestand seine erste Nervenprobe bei den Schwimm-Weltmeisterschaften, der größte Goldkandidat durfte sich bei seiner Anreise auf gute Bedingungen freuen. Florian Wellbrock bereitet sich von diesem Samstag an im WM-Land auf seine ambitionierten Medaillenprojekte im Freiwasser und im Becken vor. Das WM-Kribbeln stieg am Freitag in Gwangju weiter im deutschen Team mit den Vorkämpfen, in denen Hausding „einen ganz schönen Nervenkampf“ meistern musste.

„Turnierpferdmäßig“, wie es der 30 Jahre alte Hausding selbst bewertete, qualifizierte er sich als Neunter für das Finale der besten Zwölf am Sonntag im nicht-olympischen Wettbewerb vom Ein-Meter-Brett. „Es ist fürs Team wichtig, dass man mit dem richtigen Gefühl reinkommt“, sagte Bundestrainer Lutz Buschkow zum Start der bis zum 28. Juli dauernden Titelkämpfe.

Die Beckenschwimmer bereiten sich noch im japanischen Kumamoto auf ihre WM-Wettbewerbe in der zweiten Titelkampfhälfte vor. Flroain Wellbrock reiste früher aus Japan ins rund 350 Kilometer von Kumamoto entfernte Yeosu, denn dort werden von Samstag an die Medaillen und Tokio-Tickets im Freiwasser vergeben. Wellbrock selbst greift am Dienstag ins Wettkampfgeschehen über die olympischen Zehn-Kilometer ein, vorher sollen Leonie Beck und Finnia Wunram am Sonntag (1 Uhr/MESZ) die ersten zwei von vier möglichen Startplätzen erreichen.

Neben dem in dieser Freiwasser-Saison ungeschlagenen Wellbrock will auch Rob Muffels nach Tokio. „Mein Traum wäre, dass wir vier Sportler direkt durchbringen können“, sagte Bundestrainer Stefan Lurz. Er ist von den Bedingungen im Hafenbecken angetan. „Das Wasser hat 23 Grad. Es ist recht angenehm zu schwimmen. Es geht Richtung Poolbedingungen.“

Synchronschwimmerin Marlene Bojer hat indes zum WM-Auftakt zweimal das Finale verpasst. Im Solo-Wettbewerb wurde die Münchnerin am Freitag in der Technischen Kür 14. (78 4601 Punkte), wenig später kam sie mit Duett-Partnerin Daniela Reinhardt ebenfalls in der Technischen Kür auf den 20. Platz (79 8807). Das Duett macht sich Hoffnungen, im kommenden Jahr bei Olympia in Tokio an den Start zu gehen. (dpa/sid)

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