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Bundestrainer Joachim Löw mit Schal: In Südafrika kann er den ablegen.
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Bundestrainer Joachim Löw mit Schal: In Südafrika kann er den ablegen.

Löw gespannt nach Kapstadt

Turnier beginnt schon

Bis zum ersten Anstoß bei der Fußball- Weltmeisterschaft 2010 sind es noch über sechs Monate, für Joachim Löw aber beginnt das Turnier bereits Ende dieser Woche.

Von Jens Mende und Arne Richter, dpa

Berlin/Kapstadt. Bis zum ersten Anstoß bei der Fußball- Weltmeisterschaft 2010 sind es noch über sechs Monate, für Joachim Löw aber beginnt das Turnier bereits Ende dieser Woche. Der Bundestrainer fiebert schon jetzt dem Freitag entgegen, wenn in Kapstadt bei der feierlichen WM-Gruppenauslosung die ersten drei Kontrahenten des DFB-Teams gezogen werden.

"Ich freue mich unglaublich, jetzt nach Kapstadt zu fliegen und diese Auslosung mitzumachen. Da trifft sich die ganze Fußballwelt. Da steigt die Spannung, da ist man mitten drin", sagte Löw vor seinem Trip in die südafrikanische Metropole, die in dieser Woche schon einmal zur internationalen Fußball-Hauptstadt wird.

Im Cape Town International Convention Center werden vor den Augen der versammelten Fußball-Prominenz von Franz Beckenbauer bis Pelé die 32 Endrunden-Teilnehmer auf acht Vorrunden-Gruppen verteilt. In 200 Länder wird die afrikanische Show übertragen.

Löw wird sich am Mittwoch in den Flieger Richtung Kap setzen, für ein Vorkommando des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) waren schon für den (heutigen) Montag die Tickets gebucht. Ohne den Chef stand eine weitere Inspektion des Trainingsquartiers nahe Pretoria an.

Der DFB hat das Fünf-Sterne-Hotel Vélmore im abgeschiedenen Centurion für den kommenden WM-Sommer komplett gebucht - bis zum möglichen Endspiel. Ein Trainingsplatz soll dort noch entstehen, die Ausstattung des Hotels wird den Wünschen des DFB-Teams angepasst.

Erst einmal aber will sich die sportliche Leitung auf die Auslosung und die Planungs-Konsequenzen konzentrieren. "Zwei, drei Stunden enorme Spannung. Dann wird es konkret. Dann beginnt für mich und das Mitarbeiter-Team schon dieses Turnier", beschrieb Löw die größte Bedeutung der heiß erwarteten Gruppen-Lose.

Vor allem der Zeitpunkt des Turnierstarts, die Spielorte und natürlich die Gegner werden die unmittelbare WM-Vorbereitung von Kapitän Michael Ballack und Co. ab Mitte Mai kommenden Jahres maßgeblich beeinflussen.

"Zwischen den ersten Spielen in den Gruppen liegt ja fast eine Woche", wies Löw auf die unterschiedlichen Spieltermine hin. Danach und nach den Gruppen-Kontrahenten richten sich nicht nur die Anreise nach Südafrika und die Länge der Vorbereitungszeit, sondern auch die Trainingslager und die Auswahl der Testgegner.

Drei Test-Länderspiele hat Löw unmittelbar vor der WM geplant. Nach einem Regenerations-Camp nach Bundesliga-Abschluss am 8. Mai soll der WM-Feinschliff wahrscheinlich in einem Trainingslager in Österreich folgen.

Auch die eigenen Vertragsgespräche hat Löw zunächst noch einmal verschoben. Zwar hatten direkt nach der erfolgreichen Qualifikation sowohl der Bundestrainer als auch die DFB-Spitze bereits ihr allgemeines Interesse geäußert, auch nach Südafrika 2010 gemeinsam weiterzumachen.

Bislang habe es aber noch keine Verhandlungen gegeben, verriet Löw und ergänzte: "Ob in diesem Jahr noch ein Gespräch stattfindet, weiß ich nicht genau. Erst einmal wollen wir die Auslosung und die Planung der WM-Vorbereitung abschließen."

Löw und Teammanager Oliver Bierhoff schauen gemeinsam mit der großen internationalen Fußball-Gemeinde mit großen Erwartungen Richtung Südafrika, wo schon zur Auslosung mehrere 100 Gäste mit vor allem afrikanischer Show-Prominenz erwartet werden.

"Ich hoffe, dass Südafrika diese Chance ergreift. Ähnlich wie andere Länder, die ein gutes Bild in die Welt geschickt haben. Wie Australien bei Olympia 2000 oder Deutschland bei der WM 2006. Da hat es auch viele Vorurteile gegeben: Die hat man dann widerlegt", bemerkte Bierhoff.

Der Sicherheitsaspekt wird zwischen Kapstadt und Johannesburg eine große Rolle spielen. "Ganz wichtig wird sein, dass gerade am Anfang keine Sicherheitsprobleme bestehen, dass dort keine Vorkommnisse passieren etwa mit reisenden Fans", sagte Bierhoff.

Der ehemalige DFB-Kapitän geht aber fest davon aus, dass Südafrika und der Weltverband FIFA alles für die Sicherheit der Mannschaften und auch der Fans tun werden. (dpa)

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