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Vier Mann schauen hinterher: Goalie Niklas Treutle musste achtmal den Puck aus dem Netz holen.

Eishockey-WM

Trotz Debakel im Viertelfinale

Das 1:8 gegen Kanada war der erste ernüchternde Auftritt der Eishockey-Nationalmannschaft unter Toni Söderholm.

Beim 1:8-Debakel der Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in der Slowakei gegen Kanada haben beim TV-Sender Sport1 in der Spitze bis zu 930 000 Zuschauer eingeschaltet. Im Schnitt sahen 670 000 zu, das entsprach einem Marktanteil von 5,4 Prozent. . Den 3:2-Sieg gegen Gastgeber Slowakei hatten in der Spitze über zwei Millionen verfolgt.

Viel Zeit zur Analyse bleibt nicht. Die benötigt Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm nach dem bösen 1:8 (0:2, 1:2, 0:4) gegen Kanada bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei aber auch gar nicht. „Es ist nicht so schwer zu sagen, was alles besser werden muss. Man kann einfach sagen: Alles“, sagte der 41 Jahre alte Finne nach der 20. Niederlage im 22. WM-Spiel einer deutschen Auswahl gegen Kanada. Bereits am Sonntag erhält sein Team gegen die USA (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht beendet) die Chance zur Wiedergutmachung. „Das Gute ist, dass wir uns jetzt direkt auf das nächste Spiel vorbereiten müssen“, sagte Söderholm.

Die heftige Niederlage am Samstag in Kosice war der erste Rückschlag der noch jungen Ära vom neuen Bundestrainer. Unter dem Nachfolger von Marco Sturm hatte Deutschland die ersten vier WM-Vorrundenspiele gewonnen und dadurch die Viertelfinal-Qualifikation schon vor dem Match gegen den 26-maligen Weltmeister perfekt gemacht. Kapitän Moritz Müller räumte ein, dass dadurch die Motivation gegen Kanada gelitten habe. „Das kann sein. Wir haben auf jeden Fall ein bisschen so gespielt“, sagte de Abwehrspieler der Kölner Haie. „Ich hoffe, dass das der Wake-Up-Call war. Wir müssen begreifen, dass wir gegen diese Nationen defensiv verantwortungsvoller spielen müssen. Sonst hat man gegen diese Nationen keine Chance.“

Nach dem Match gegen die USA muss das deutsche Team zum Abschluss der Vorrunde am Dienstag noch gegen den Tabellenersten Finnland ran, der ebenfalls bereits für das Viertelfinale am Donnerstag qualifiziert ist. Gegen den Mitfavoriten USA erwartet Söderholm ein noch härteres Spiel als gegen die Kanadier. „Die sind technisch noch ein bisschen besser“, so der Bundestrainer, der weiter auf NHL-Torhüter Philipp Grubauer und Toptalent Moritz Seider verzichten muss. Beide Spieler sind verletzt. Beide sollen in diesem Turnier aber noch zum Einsatz kommen. (dpa) 

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