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Der Abschied steht bevor: Tom Starke, frustriert.
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Der Abschied steht bevor: Tom Starke, frustriert.

Wiese nach Hoffenheim

Transfer gegen die Tribüne

Markus Babbel lässt sich nicht beirren und will den Transfer von Tim Wiese nach Hoffenheim fix machen. Auch ein neuer Stürmer soll kommen. Im Gespräch: Patrick Helmes (Wolfsburg), Eren Derdiyok (Leverkusen) und Pierre-Michel Lasogga (Hertha).

Von Tobias Schächter

Es sah nach Abschied aus: Das letzte Heimspiel dieser Saison war es, dieses vermaledeite 2:3 gegen den 1. FC Nürnberg und Tom Starke, der Torhüter der TSG 1899 Hoffenheim, lief nach dem Schlusspfiff als einziger TSG-Profi in die Fan-Kurve, schüttelte Anhängern die Hände und klatschte in die Menge, von der er gefeiert wurde. „Das war kein normales Spiel für mich, das ging ans Herz“, sagte Starke hinterher sichtlich bewegt.

Seit letzte Woche sich der Wechsel von Werder Bremens Torwart Tim Wiese für Starke ins Hoffenheimer Tor zur neuen Saison immer klarer abzuzeichnen scheint, gab es Sympathiebekundungen der Hoffenheimer Fans. Vor, während und nach dem Spiel wurde Starke frenetisch gefeiert und sein möglicher Nachfolger Wiese mit Sprechchören und Plakaten verhöhnt. „Stell dir vor, Wiese ist da und keiner geht hin“, stand auf einem Transparent, oder: „Wiese ? Betreten verboten.“

Babbel will den Transfer

Das alles macht dem Hoffenheimer Trainer Markus Babbel nichts aus. Es war von verblüffender Dialektik, als Babbel sagte, er finde die Unterstützung für Starke gut, das zeige doch, dass es in Hoffenheim eine Fankultur gebe und sich viele Leute Gedanken machten um den Verein. Babbel erklärte: „Ich bin in Kontakt mit Tim und habe ein gutes Gefühl. Aber noch ist alles Hypothese.“

Starke jedenfalls hatte gegen Nürnberg keinen guten Tag, er verschuldete das erste Gegentor durch Tomasz Pekhart (9.) mit einer zu kurzen Faustabwehr und sah auch beim 1:3 ? erneut durch Pekhart (71.) ? nicht souverän aus.

Ob er dieses Spiel gebraucht habe, um vom angestrebten Torwartwechsel überzeugt zu sein, wurde Babbel gefragt. Der Trainer antwortete kurz und kalt: „Das habe ich vorher schon gewusst.“ Babbel will diesen Transfer gegen die Tribüne durchziehen.

Starke erklärte, ihm sei in einem Gespräch von Babbel bedeutet worden, dass der Klub alles in die Wege leiten wolle, um diesen Transfer durchzuziehen. „Nach dem Gespräch musste ich mich erst einmal setzen“, erzählte Starke, für den die Entwicklung völlig überraschend kam, wie er sagt.

Erneut Strategiewechsel in Hoffenheim

In den letzten zwei Spielzeiten agierte Starke sportlich untadelig und war charakterlich ein Vorbild in Hoffenheim. Doch mit dem Trainerwechsel von Stanislawski zu Babbel und der Entlassung von Manager Ernst Tanner steht schon wieder ein Strategiewechsel in Hoffenheim an. Babbel teilte mit, er strebe nun die Champions League an, mit Mäzen Dietmar Hopp sei das abgesprochen.

Ein neuer Stürmer soll kommen, im Gespräch sind Patrick Helmes (Wolfsburg), Eren Derdiyok (Leverkusen) oder Pierre-Michel Lasogga (Hertha).

Der Mäzen aber scheint sich so ganz wohl mit der Champions-League-Ambition zu fühlen, er nannte das neue Ziel von Babbel „ein bisschen forsch“. Auch in Fan-Foren im Internet ist die Aufregung groß, ein User, dessen Meinung von vielen anderen geteilt wird, schreibt: „Ich habe keine Ahnung mehr, wo dieser Verein und diese Mannschaft eigentlich hin wollen!“

Am nächsten Samstag erst einmal nach Berlin, zum Saisonabschluss bei Babbels ehemaliger Mannschaft, der Hertha. Eine Niederlage oder ein Remis und die Hertha ist abgestiegen. Markus Babbel sagt: „Ich fahre da ziemlich emotionslos hin.“ Tom Starke weiß, was das bedeutet.

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