Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Tischtennis im Centre Court

Dirk Schimmelpfennig zum Start der Bundesliga über die neuen Regeln und das Verbot von Frischklebern

Nach welchen Kriterien wurde das neue Spielsystem der Tischtennis-Bundesliga entwickelt?

Zum einen sollte es einen Centre Court geben, damit die Fernsehanstalten Spiele aufzeichnen können, ohne ein doppeltes Equipment mitzubringen. Außerdem wollten wir, dass drei Spieler zum Einsatz kommen und nicht einer allein das Match entscheiden kann. Wir wollten ein System, in dem Doppel gespielt werden und in dem die beiden Spitzenspieler gegeneinander kommen und sich nicht, wie beim Olympiasystem, theoretisch ausweichen können.

Welche Vorteile bringt das?

Einen Vorteil sehe ich darin, dass freigestellt ist, ob man den besten Mann an Nummer eins spielen lässt oder ins Doppel packt - wie bei Olympia. Auch dort hat sich ja gezeigt, dass die taktischen Möglichkeiten das Spiel spannend und schwerer zu berechnen machen. Und das tut der Bundesliga gut.

Werden die Doppel abgewertet, weil sie bei einem klaren Sieg gar nicht gespielt werden?

Man musste eine Entscheidung fällen. Dabei hat man das Spitzenspiel höher bewertet als das Doppel. Die Wertigkeit des Doppels sehe ich dennoch, weil es, wenn es gespielt wird, bei 2:2 über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Warum wollte man kleinere Teams?

Weil man eine Lösung für einen Tisch haben wollte und eine überschaubare Länge von maximal zwei Stunden Dauer. Das ist aber eine Schwäche des Systems, dem wir mit einem Nachwuchsförderungsprojekt gegensteuern.

Wie sieht das aus?

Aus einem Förderpool, in den die Bundesligisten einzahlen, werden für junge deutsche Spieler, die jetzt vielleicht ihren Stammplatz verlieren, Trainingsmaßnahmen finanziert oder internationale Einsätze, um zu kompensieren, dass sie in der Liga weniger spielen.

Inwiefern ist zu befürchten, dass durch den neuen Modus Zuschauer wegbleiben?

Das muss man abwarten. Die Spiele werden nicht schneller zu Ende sein als bisher, weil ja nur an einem Tisch gespielt wird. Vorher konnte ein Spiel in drei Durchgängen beendet sein und jetzt auch. Den Unterschied macht, dass es jetzt nicht mehr so viele Spiele sind. Aber die Mannschaftsführer haben ihre taktischen Möglichkeiten, so aufzustellen, dass es nicht zu einem 3:0 kommt.

Welche Veränderungen bringt ab 1. September die neue Kleberegel mit sich?

Der lösungsmittelhaltige Frischkleber ist dann nicht mehr zulässig. Die Beläge werden an Schnelligkeit und Rotation verlieren. Auf der anderen Seite stellt unser Sport damit sicher, dass keine Gifte Anwendung finden. Das Präparieren der Schläger ist auch untersagt, also Technologien zum Tunen oder Bustern.

Wie problematisch ist die Umstellung für die Spieler, die in Peking gespielt haben?

Sehr. Dieses Wochenende können sie ja noch mal mit dem alten Material spielen, aber es ist wenig Zeit zum Umstellen. Auch international, denn wir spielen ja in sechs Wochen schon die Europameisterschaft in St. Petersburg. Unsere Spieler haben schon mal vorsichtig getestet, aber nicht ernsthaft, weil natürlich die Konzentration den Olympischen Spielen galt.

Was erwarten Sie von der Saison? Eine Borussen-Dominanz?

Ich erwarte eine sehr spannende Saison. Einige Mannschaften haben sich gezielt verstärkt. Sicher ist der Titelverteidiger Düsseldorf einer der Favoriten, wenn nicht der Favorit. Aber Ochsenhausen mit dem Neuzugang Chuang, Fulda mit dem neuen Spitzenspieler Wang Xi oder Altbekannte wie Finalist Frickenhausen stellen ebenfalls sehr starke Mannschaften.

Interview: Katja Sturm

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare