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Timo Glock auf dem Schleudersitz

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Muss sich wohl nach einem neuen Rennstall umsehen: Toyota-Fahrer Timo Glock.
Muss sich wohl nach einem neuen Rennstall umsehen: Toyota-Fahrer Timo Glock. © dpa

Trotz seines zweiten Platzes beim Nachtrennen in Singapur muss sich der Hesse Timo Glock wohl nach einem neuen Formel-1-Cockpit für die kommende Saison umschauen.

Suzuka. Trotz seines großartigen zweiten Platzes beim Nachtrennen in Singapur muss sich Timo Glock um ein neues Formel-1-Cockpit für die kommende Saison kümmern. Arbeitgeber Toyota hat den Ende dieses Jahres auslaufenden Vertrag mit seinem Piloten aus Wersau nicht verlängert. Dies bestätigte ein Sprecher des Teams am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Er stellte zugleich aber auch klar: "Das bedeutet nicht, dass die Partnerschaft zu Ende ist. Die Türe ist nicht zu." Dieser Schritt gebe sowohl Toyota als auch Glock die Möglichkeit, sich auf dem Markt umzuschauen. Ähnlich undramatisch sieht es auch Glocks Manager Hans- Bernd Kamps: "Beide Seiten können sich auf dem Markt erkundigen", sagte er und betonte: "Wir sind natürlich loyal zueinander."

Vor dem Großen Preis von Japan an diesem Sonntag soll es noch einmal ein Treffen Glocks mit den Toyota-Verantwortlichen geben. Der 27 Jahre alte Hesse heuerte nach seinem Gesamtsieg in der Nachwuchsklasse GP2 2007 bei dem in Köln-Marsdorf ansässigen Rennstall an. Nachdem Glock im Sommer 2008 in Ungarn bereits auf Rang zwei gerast war, wiederholte er am Sonntag beim Großen Preis von Singapur diesen Erfolg.

Fahrerkarussell kommt in Bewegung

Angeblich soll er am Tag vor dem Rennen von der Toyota-Entscheidung in Kenntnis gesetzt worden sein. Der Sprecher versicherte, dass die Entscheidung nichts mit der Formel-1-Zukunft von Toyota zu tun habe. Vielmehr wolle man sich auf dem Markt umschauen. Das Team warte nun ab, wann das Fahrerkarussell in Bewegung komme.

Fahrt dürfte dieses schon in dieser Woche aufnehmen, denn die Verkündung des - allseits längst erwarteten - Engagements des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso (Spanien) bei Ferrari steht Medienberichten zu Folge unmittelbar bevor. Dafür soll der finnische Ex-Champion Kimi Räikkönen zu McLaren-Mercedes zurückkehren. Der Pole Robert Kubica von BMW-Sauber soll bei Renault Alonso angeblich nachfolgen. Glock-Landsmann Nico Rosberg galt erst als Kandidat für McLaren-Mercedes, nun wird er als Neuzugang für BrawnGP gehandelt.

Und Glock selbst? "Mal sehen, was die so sagen und ob vielleicht dann doch noch was geht. Der Erfolg von Singapur kam jedenfalls zum richtigen Zeitpunkt", sagte Glock laut Sport-Bild-online vor dem Meeting mit den Konzernoberen. Im Fall einer weiteren guten Platzierung beim Toyota-Heimrennen in Suzuka könnten seine Chancen steigen, auch 2010 für die Japaner zu fahren.

Bereits am Donnerstag will Ferrari nach Informationen des Fachmagazins auto motor und sport die Verpflichtung Alonsos bekannt geben. (dpa/sid)

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