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Der Arm eines Tennisspielers ist hohen Belastungen ausgesetzt - hier holt sich Andy Roddick den Ball...
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Der Arm eines Tennisspielers ist hohen Belastungen ausgesetzt - hier holt sich Andy Roddick den Ball...

Tennis-Arm wird immer mehr zum Heimwerker-Arm

Mediziner warnen vor Überbeanspruchung bei stundenlangem Hämmern

Jena (ap). Exzessives aber nur sporadisches Heimwerken ist heute weit häufiger der Grund für eine Muskelentzündung im Ellenbogen als Tennisspielen. Der gefürchtete Tennis-Arm werde mehr und mehr zum Heimwerker-Arm, teilte der Berufsverband der Rehabilitationsärzte in Jena mit. Die Überbeanspruchung bei stundenlangem Hämmern, Tackern und Schrauben sei inzwischen eine der Hauptursachen für einen schmerzenden Unterarm.

"Tennisspieler laufen durch veränderte Schlagtechniken und verbesserte Materialen immer seltener Gefahr, sich solch eine Entzündung der Muskulatur im Ellenbogenbereich zuzuziehen", erklärte der Vorsitzende des Berufsverbandes, Jean-Jacques Glaesner. "Viel häufiger kommen Büromenschen zu uns, die zum Beispiel das Selbstbau-Set für einen Gartenschuppen aus dem Heimwerkermarkt geholt und an einem einzigen Wochenende aufgebaut haben", berichtete Glaesner.

Der Mediziner warnte die Betroffenen, die Zähne zu lange zusammenzubeißen. Viele Patienten versuchten zunächst, den Schmerz zu ignorieren, bis schließlich auch Alltagsverrichtungen wie Händeschütteln oder Flaschenöffnen nur noch unter heftigen Schmerzen möglich seien, die bis in den Unterarm oder Hals ausstrahlen könnten.

Zwar sei eine Operation möglich, bei der die Handgelenksstrecksehne eingekerbt werde. Dies sollte aber die allerletzte Möglichkeit sein, erklärte Glaesner. Zuvor sollten physikalische und rehabilitative Therapien ausprobiert werden, die den Schmerz relativ schnell reduzieren könnten. Während der Nutzen der verbreiteten Stoßwellentherapie noch nicht nachgewiesen sei, eigneten sich gezielte Massagen sowie entschwellende Salben sehr gut für die Behandlung.

Auch das Handgelenk und die Halswirbelsäule sollten therapeutisch behandelt werden. Notfalls stehe zudem eine gezielte Kortison-Injektion in den Sehnenansatz als Möglichkeit zur Verfügung.

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