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Axel Teichmann.
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Axel Teichmann.

Langlauf

Teichmann gewinnt Silber im Ski-Marathon

Axel Teichmann gewinnt völlig überraschend im 50- Kilometer-Skilanglauf die Silbermedaille. Der 30-Jährige muss sich im Spurt auf der Zielgeraden nur dem Norweger Petter Northug beugen.

Whistler. Axel Teichmann hat den deutschen Langläufern im vorletzten Wettbewerb der Olympischen Winterspiele einen historischen Erfolg beschert. Der 30-Jährige wurde am Sonntag völlig überraschend Zweiter im 50 Kilometer-Massenstartrennen und holte damit erst das zweite Edelmetall in der nordischen Königsdisziplin nach dem Gewinn der Silbermedaille von Gert-Dietmar Klause 1976 in Innsbruck. Dem unwiderstehlichen Zielsprint von Petter Northug war Teichmann indes nicht gewachsen. Der Norweger holte sein erstes Einzelgold in Vancouver. Bronze ging an den Schweden Johan Olsson.

"Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Zwischen Kilometer 30 und 40 hatte ich eine richtige Saftlade drin. Aber am Ende habe ich die zweite Luft bekommen", sagte Teichmann, der erst seinen dritten 50er überhaupt ins Ziel lief und nach Silber im Teamsprint zum zweiten Mal in Whistler aufs Siegerpodest kam. Der Thüringer hatte sich selbst überrascht: "Ich habe gar keine Klamotten für die Siegerehrung dabei. Ich dachte ja nicht, dass ich so weit vorn bin." Überhaupt war der Gesamt-Weltcupsieger von 2005 zum Scherzen aufgelegt: "Ich habe mich vor dem Rennen extra rasiert, weil es über 50 Kilometer viele Abfahrten gibt und ich dadurch schneller war. Das summiert sich."

Nach dem Zieleinlauf fiel Bundestrainer Jochen Behle seinem Läufer um den Hals. Teichmann war beim Skimarathon eigentlich schon abgehängt, stürmte aber mit einer unglaublichen Energieleistung noch so weit nach vorne. "Sensationell! Axel war ja schon weg. Er hat aber noch einen fantastischen Ski bekommen", meinte Behle.

Angerer wieder Vierter

Den großen deutschen Erfolg bei der letzten Langlauf-Entscheidung rundete Tobias Angerer als Vierter ab. "Ich bin jetzt zum vierten oder fünften Mal Vierter, aber ich bin nicht unzufrieden", sagte der Olympia-Zweite in der Doppelverfolgung aus Vachendorf.

Jens Filbrich kam als 16. ins Ziel, Rene Sommerfeldt belegte in seinem letzten Olympia-Rennen den 21. Platz. Gegen Ende der dritten Fünf-Kilometer-Schleife verschärfte Angerer das Tempo und zog damit das Feld weiter auseinander. Die Maßgabe war, nicht zu früh den Ski zu wechseln, um sich für das Finale alle Optionen offen zu halten. Teichmann musste sich bereits nach zehn Kilometern neues Material besorgen, da seine Ski stumpf wurden. Er fand aber ebenfalls sofort wieder Anschluss.

Zur Halbzeit belegte Teichmann nur Platz 23. Der Silbermedaillen-Gewinner im Teamsprint musste im letzten Drittel des Rennens als erster der vier Deutschen ein wenig abreißen lassen. Zehn Kilometer vor dem Ziel nutzten alle DSV-Läufer den letzten von drei möglichen Ski-Wechseln, um sich für den Schlussspurt zu präparieren. Was wohl Wunder wirkte: Teichmann kam plötzlich angestürmt und rollte das Feld von hinten auf. In dem taktischen Rennen hatten sich die Favoriten wie Northug lange zurückgehalten. Der überragende Langläufer dieses Winters zeigte sich nach 20 Kilometern erstmals an der Spitze. (dpa/fr)

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