Südkoreas verband bedauert Insel-Slogan

In der Affäre um die politische Botschaft eines Nationalspielers während der Olympischen Spiele versucht der südkoreanische ...

Seoul. In der Affäre um die politische Botschaft eines Nationalspielers während der Olympischen Spiele versucht der südkoreanische Fußballverband (KFA) die Wogen zu glätten.

Der Slogan, mit dem der Spieler Park Jong Woo den Anspruch Südkoreas auf eine Inselgruppe im Streit mit Japan nach dem Spiel beider Länder um Platz drei herausgstellt hatte, soll auf keine vorsätzliche Handlung zurückzuführen sein. Das habe der Verbandsvorsitzende Cho Chung Yun in einer E-Mail an den japanischen Verband (JFA) erläutert, sagte der KFA-Generalsekretär Kim Joo Sung Kim Joo Sung vor Journalisten in Seoul. Cho habe zugleich den Vorfall bedauert.

Kim wies jedoch japanische Medienberichte zurück, dass sich KFA mit dem Schreiben bei den Japanern entschuldigt habe. "Die Mail wurde geschickt, um zu erklären, dass Park nicht mit Absicht gehandelt hat, und das Wort Entschuldigung war nicht enthalten", wurde Kim von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.

Nach Südkoreas 2:0-Erfolg über Japan am vergangenen Freitag in Cardiff hatte der Mittelfeldspieler im Freudentaumel ein Schild mit den Worten "Tokdo ist unser Territorium" auf koreanisch hochgehalten. Park soll das Schild von einem Fan erhalten haben.

Tokdo nennen die Südkoreaner die von ihnen kontrollierte Inselgruppe im Japanischen Meer, die auch von Japan beansprucht wird. Tokio hatte am Freitag seinen Botschafter in Seoul zurückgerufen, nachdem Südkoreas Präsident Lee Myung Bak die Inseln besucht hatte. Das Internationale Olympische Komitee hatte Park von der Medaillenvergabe in London ausgeschlossen, da Athleten jede poltische Verlautbarung in der Wettkampfstätte verboten sei. (dpa)

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