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Löst dauerhafter Stress der Mutter in den Jahren nach der Geburt die Asthmaerkrankung des Kindes aus?
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Löst dauerhafter Stress der Mutter in den Jahren nach der Geburt die Asthmaerkrankung des Kindes aus?

Studie

Stress von Mutter erhöht Asthmaneigung des Kindes

Herkömmliche Umweltrisikofaktoren können den Ursprung von Asthma nicht vollständig erklären, meint eine Forscherin. Stattdessen glaubt sie, dass dauerhafter Stress der Mutter für die Krankheit bei Kindern verantwortlich sein könnte.

Washington (ap) - In den Jahren nach der Geburt verstärkt eine dauerhaft starke psychische Belastung der Mutter das Asthmarisiko des Nachwuchses. Chronischer Stress etwa als Folge einer Depression oder Angststörung ist laut einer kanadischen Studie ein unabhängiger Risikofaktor für die Atemwegserkrankung. "Es wird zunehmend deutlich, dass herkömmliche Umweltrisikofaktoren den Ursprung von Asthma nicht völlig erklären", sagt Anita Kozyrskyj von der Universität von Manitoba.

Um die Ursachen zu klären, werteten die Forscherin und ihre Mitarbeiter medizinische Unterlagen von fast 14.000 Kindern aus, die im Jahr 1995 in Manitoba zur Welt kamen. Die Mediziner untersuchten dabei, ob die Kinder im Alter von sieben Jahren Asthma hatten.

Wurde die Mutter dauerhaft wegen Depression oder Angststörungen behandelt, so stieg das Asthmarisiko des Nachwuchses um fast ein Drittel, wie die Forscher im "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine" berichten. Dies galt unabhängig von anderen Einflüssen wie Wohnumgebung, Geschlecht des Kindes oder Atemwegserkrankungen der Mutter. Litt die Mutter jedoch nur im ersten Jahr der Geburt des Kindes an Depression oder Angst, so beeinflusste dies das Asthmarisiko des Kindes nicht nennenswert.

Warum eine starke psychische Belastung der Mutter die Gefährdung des Kindes erhöht, ist nicht bekannt. Möglicherweise rauchten diese Frauen tendenziell eher oder stillten weniger, spekulieren die Forscher. Möglich sei aber auch, dass diese Mütter ihren Kindern tendenziell weniger Aufmerksamkeit widmen. Tierstudien deuten darauf hin, dass eine verringerte Zuwendung das Immunsystem des Nachwuchses beeinflusst.

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