+
Auch wenn hier und da Vorfreude zu erkennen ist: Noch immer gibt es gravierende Bauverzögerungen für die Spiele 2016 in Rio. Foto: Marcelo Sayao

Streik auf Rios Olympia-Baustelle beendet

Nach zweiwöchigem Streik wird auf der Mega-Baustelle von Rios Olympia-Park wieder gearbeitet. Über 2000 Beschäftigte beendeten ihren Ausstand, auch wenn die Arbeiten wohl erst nach dem Osterwochenende wieder richtig anlaufen.

Nach zweiwöchigem Streik wird auf der Mega-Baustelle von Rios Olympia-Park wieder gearbeitet. Über 2000 Beschäftigte beendeten ihren Ausstand, auch wenn die Arbeiten wohl erst nach dem Osterwochenende wieder richtig anlaufen.

Nach Angaben des Baukonsortiums Rio Mais sind keine weiteren Verzögerungen absehbar. Die Arbeiter waren bereits am Mittwoch kurzzeitig auf die Baustelle zurückgekehrt, hatten aber nach Aufforderung der Gewerkschaft die Arbeit zunächst wieder ruhen lassen.

Rund 2300 Beschäftigte waren seit dem 3. April im Ausstand, um höhere Löhne zu fordern. Der Streik hatte zu weiteren Verzögerungen bei der Vorbereitung für die Olympischen Spiele in rund zwei Jahren gesorgt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte schon vor Wochen Besorgnis über den schleppenden Verlauf der Arbeiten geäußert. Drei Task Forces sollen einen schnelleren Gang am Zuckerhut garantieren.

Rio lancierte derweil am Donnerstag die Ausschreibung für den Olympia-Komplex Deodoro im Norden der Stadt, wo die Wettbewerbe in elf olympischen Sportarten ausgetragen werden. Die Ausschreibung sieht ein Volumen von 804 Millionen Reais (rund 260 Millionen Euro) vor. Erst am Tag zuvor hatte Brasiliens öffentliche Olympia-Koordinierungsstelle APO erstmals einen vorläufigen Gesamtetat für die ersten Spiele in Südamerika vorgelegt. Danach sind mindestens 36,7 Milliarden Reais (11,9 Milliarden Euro) an Ausgaben vorgesehen.

Von dieser Summe sollen über 60 Prozent privat finanziert werden. Allerdings ist der Etatansatz provisorisch, denn über ein Dutzend Projekte sind noch ohne Kostenberechnungen. Vermutlich werden die Gesamtkosten erst 2016 verlässlich auf dem Papier stehen. Das Herz der Spiele wird mit dem olympischen Dorf in Barra da Tijuca im Westen Rios schlagen. Wettkampforte sind zudem die Regionen Copacabana, das Maracanã-Stadion sowie Deodoro. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion