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Stevens' Rückkehr - Abkehr vom «zu Null»

Der Mann im weiß-blauen Trainingsanzug klatschte sich mit allen Umstehenden ab, schüttelte Hände, tauschte herzliche ...

Gelsenkirchen. Der Mann im weiß-blauen Trainingsanzug klatschte sich mit allen Umstehenden ab, schüttelte Hände, tauschte herzliche Umarmungen aus. Neun Jahre, vier Monate und 28 Tage nach seinem Abschied von Schalke ließ Huub Stevens seinen Gefühlen freien Lauf.

Mit sichtbar großer Dankbarkeit nahm der niederländische Fußball-Lehrer das 3:1 (1:1) gegen Maccabi Haifa zu Beginn seiner zweiten Amtszeit bei den «Königsblauen» zur Kenntnis.

«Es war für mich ein emotionaler Tag. Die Rückkehr in die Arena war etwas ganz Besonderes» - Ralf Rangnicks Nachfolger ließ sich von den 49 070 Fans nach dem ersten Sieg und der damit verbundenen Tabellenführung in der Europa-League-Gruppe J feiern. «Der Zuspruch der Zuschauer ist riesengro?, sagte Stevens über die ihn bewegenden Momente und die herzliche Zuneigung der Schalke-Anhänger, die den 57-Jährigen mit Sprechchören feierten.

Es war einfach ein schöner Abend in der Schalker Arena, obwohl trotz des ersten Doppelpacks in der Karriere von Christian Fuchs (8./66. Minute) und des erlösenden Treffers von «Joker» José Manuel Jurado (82.) nicht alles perfekt war. «Wir haben uns mit einigen Fehlpässen selbst in Bedrängnis gebracht, uns sind einige unnötige Ballverluste unterlaufen», kommentierte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes den Erfolg, der keineswegs restlos überzeugte.

Stevens war es fast einerlei, obwohl sein Team nach dem 1:1 von Idan Vered (35.) phasenweise kräftig wackelte. «Natürlich waren Momente dabei, wo ich nicht zufrieden sein kann. Und natürlich gibt es Sachen, die verbesserungswürdig sind», gab Stevens in seiner Analyse bereitwillig Auskunft über die von ihm erkannten Schwachpunkte. Größtes Manko: das Umschalten von der Offensive auf die Defensive.

Trotzdem verteilte Stevens ein Pauschallob. «Das gibt Vertrauen. Ich hatte Spaß auf der Bank», sagte der Mann, der als Erfinder der Maxime «die Null muss stehen» gilt. Doch hiervon scheint Stevens sich abgewandt zu haben: «3:1 oder 2:1 - das interessiert mich nicht. Wichtig sind die drei Punkte. Man muss ein Tor mehr schießen.»

Dabei betonte der im Grundsatz höchst zufriedene Stevens, dass der Erfolg bei Aluminiumtreffern von Jefferson Farfan und Klaas-Jan Huntelaar durchaus höher hätte ausfallen können: «Wenn man so viele Chancen herausspielen kann, muss ich einfach ein Kompliment machen.» Da war nichts mehr übrig von der altüberlieferten Grantelei des Holländers, der neuerdings einen nahezu liebevollen Umgangston zu pflegen scheint und fast überschwänglich auf die Huldigungen der Schalke-Anhänger reagierte: «Diese Emotionen der Fans - es ist super, das zu erleben.» (dpa)

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