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Stadion-Rekord für Usain Bolt

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Usain Bolt sehnt sich nach seiner Heimat.
Usain Bolt sehnt sich nach seiner Heimat. © REUTERS

Der wegen seines clownesken Wesens beliebte Superstar hat in Zürich einen neuen Rekord aufgestellt - wenn auch unter seinen Olympia-Zeiten.

Superstar Usain Bolt hat beim legendären Leichtathletik-Sportfest „Weltklasse Zürich“ einen neuen Meetingrekord über 200 Meter aufgestellt. Der Olympiasieger und Weltrekordhalter aus Jamaika siegte am Donnerstagabend trotz Regens und kalten Wetters in 19,66 Sekunden vor seinen Landsmännern Nickel Ashmeade (19,85) und Jason Young (20,08). Bolt, der am Freitag kommender Woche noch einmal beim zweiten Finale der Königsklasse in Brüssel startet, lief in 19,66 Sekunden immerhin Züricher Meetingrekord.

Vor dem Start hatte er bei seiner üblichen Show schon signalisiert: „Ich friere hier.“ Immerhin wurde es noch sein drittbestes Saisonrennen, deutlich schneller war er nur beim Olympiasieg in 19,32. Schon vor dem Rennen hatte der sechsmalige Olympiasieger zugegeben: „Ich zähle die Tage, bis ich zuhause auf Jamaika wieder meine Familie und Freunde sehe.“

Blake trommelte die nasse Bahn im Letzigrund bei 1,4 m Rückenwind in 9,76 Sekunden herunter, das war eine Woche nach der Steigerung auf 9,69 in Lausanne die drittbeste 100-m-Zeit seiner Karriere. „Ich wollte noch einmal was zeigen - trotz des Regens“, sagte der 22-Jährige, der seinen größten Rivalen wie bei Bolts WM-Missgeschick 2011 durch Fehlstart verlor.

Diesmal zuckte Ex-Weltmeister Tyson Gay (USA) zu schnell, der zweite Mann, der schon einmal nur von Bolt unterbotene 9,69 gelaufen war. Mit Weltrekordabsichten war Rudisha drei Wochen nach seinem Olympiasieg von London angereist und erlitt im letzten Saisonrennen die erste 800-m-Niederlage des Jahres.

In 1:42,81 Minuten unterlag der Kenianer im Endspurt dem starken Äthiopier Muhammed Aman, der sich mit dem Sieg in 1:42,53 auch noch den mit 40.000 Dollar dotierten ersten Platz in der Diamond-League-Wertung der Disziplin sicherte. Rudisha war am 9. August in Weltrekordzeit von 1:40,91 Minuten Olympiasieger geworden.

Im Stabhochsprung gewann Frankreichs Olympiasieger Lavillenie (5,70 m) ebenfalls die Saisonwertung und dazu 10.000 Dollar als Sieger in Zürich. Zweiter wie bei Olympia wurde der Dormagener Otto, der für 5,55 m noch 6000 Dollar kassierte. Eine Pleite erlebten drei andere Deutsche, die ihre Anfangshöhe rissen: der Wattenscheider Malte Mohr bei 5,55 m, der Olympiadritte Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) und Karsten Dilla (Dormagen) bei 5,40.

Schwacher Saisonabschluss auch für die Nadine Müller: Die WM-Zweite aus Halle/Saale kam als Diskus-Fünfte beim erneuten Erfolg von Kroatiens Olympiasiegerin Sandra Perkovic (63,91) nicht über 60,72 m hinaus, lediglich 56,82 m warf als Achte Julia Fischer (Berlin). Beim 3000-m-Hindernis-Sieg von Sofia Assefa (Äthiopien/9:21,32) gab es die Ränge neun für Antje Möldner-Schmidt (Cottbus/9:35,12) und 12 für Gesa Felicitas Krause (Frankfurt/9:40,75).

Am Vortag hatte Weltmeister David Storl den Kugelstoß-Wettbewerb im Züricher Hauptbahnhof nach einer Wadenverletzung ohne gültigen Stoß abgebrochen. „Wir werden morgen nach einem Test entscheiden, ob David am Sonntag beim Istaf antreten kann“, sagte Trainer Sven Lang auf SID-Anfrage. Sieger war mit 21,64 m Reese Hoffa (USA), Dritter mit 21,18 m Polens Olympiasieger Tomasz Majewski. Bei den Frauen gewann Olympiasiegerin Valerie Adams (Neuseeland) mit 20,81 m, Vierte wurde Christina Schwanitz (Thum/18,61), nur Achte Europameisterin Nadine Kleinert (Magdeburg/17,82). (dpa/sid)

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