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Stabhochspringerin Silke Spiegelburg will bei der WM in Moskau endlich eine Medaille holen. Foto: Michael Kappeler
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Stabhochspringerin Silke Spiegelburg will bei der WM in Moskau endlich eine Medaille holen. Foto: Michael Kappeler

Stabi Spiegelburg will endlich eine WM-Medaille

So ein bisschen ging Silke Spiegelburg dann doch das Herz auf, als die A-capella-Combo «Stimmalarm» die Nationalhymne intonierte. Auch wenn es nur für ihren Sieg beim Meeting im pfälzischen Jockgrim war. Aber es ist schließlich schon ein paar Jahre her, dass zu Ehren der Stabhochspringerin das Deutschlandlied gespielt wurde. «In der Jugend, 2005, als ich U20-Europameisterin geworden bin», erinnert sich die 27-Jährige.

So ein bisschen ging Silke Spiegelburg dann doch das Herz auf, als die A-capella-Combo «Stimmalarm» die Nationalhymne intonierte. Auch wenn es nur für ihren Sieg beim Meeting im pfälzischen Jockgrim war. Aber es ist schließlich schon ein paar Jahre her, dass zu Ehren der Stabhochspringerin das Deutschlandlied gespielt wurde. «In der Jugend, 2005, als ich U20-Europameisterin geworden bin», erinnert sich die 27-Jährige.

Bei den Weltmeisterschaften in Moskau würde Spiegelburg gern wieder aus nächster Nähe der Hymne lauschen. Die deutsche Rekordhalterin gehört zu den Medaillenhoffnungen im 67-köpfigen Aufgebot, das der Deutsche Leichtathletik-Verband am Dienstag für die WM vom 10. bis 18. August berief.

Allerdings stand sie bei den großen globalen Events wie WM oder Olympia bislang noch nie auf dem Podest. Drei Silbermedaillen bei Hallen- und Freiluft-Europameisterschaften und vor allem zahlreiche bittere vierte Plätze sind bislang ihre internationale Bilanz. Weil ihre Sehnsucht nach einer WM- oder Olympia-Medaille so oft enttäuscht wurde, geht Spiegelburg das vermeintlich mit einem Fluch belastete M-Wort auch nicht über die Lippen. Ihr innigster Wunsch lässt sich allerdings erahnen: «Es wäre cool, wenn ich in Moskau persönliche Bestleistung springen würde», sagt sie.

Bislang steht ihre Höchstmarke bei 4,82 Metern. Das ist deutscher Rekord. Diese Höhe hat bei Weltmeisterschaften immer für einen Platz auf dem Podium gereicht, meist sogar für Gold. Trainer Leszek Klima spricht aus, was sich die Athletin verkneift: «Sie ist auf einem guten Weg nach Moskau. Sie kann dort endlich ihre Medaille holen.»

Wie hoch die Plaketten im Luschniki Stadion aber hängen werden, hat Spiegelburg erst am Freitag beim Diamond-League-Meeting in London erfahren müssen. Ein Jahr nach ihrem tränenreichen vierten Platz bei den Olympischen Spielen blieb die Leverkusenerin neun Zentimeter unter ihrer Saisonbestleistung und wurde mit übersprungenen 4,63 Metern erneut Vierte – hinter der Kubanerin Yarisley Silva (4,83), Olympiasiegerin Jennifer Suhr aus den USA (4,73) und Weltmeisterin Fabiana Murer aus Brasilien (4,63). «Ich muss noch konstanter werden für Moskau und die Flüchtigkeitsfehler abstellen», sagt sie.

Die Domäne der deutschen Vizemeisterin ist trotzdem die Diamond League. Ihr großes Plus ist ihre Beständigkeit. Zweimal hat sie den dollarschweren Diamanten für die Punktbeste eines Stabhochsprung- Jahres bereits gewonnen. 2012 half ihr der Sieg, der mit einer Wildcard für die WM verbunden war, über die vielen Enttäuschungen hinweg: Jeweils Blech bei Hallen-WM, EM im Freien und Olympia. «Darüber rede ich nicht. Das letzte Jahr ist ein Tabu-Thema», meint sie und filtert das Erfreuliche heraus. Weil sie sich für Moskau nicht mehr qualifizieren musste, sei sie «befreiter».

Ob der bislang fehlende Druck eine positive Wirkung hat, wird sich zeigen. Das Manko der Studentin für Gesundheitsökonomie, die im vergangenen Winter erstmals auf die Hallensaison verzichtete, ist ihre fehlende Stabilität bei Meisterschaften. Um den Bock endlich umzustoßen, setzt sie nun auch auf das methodische Geschick von Bundestrainer Andrej Tiwontschik, der sie zusammen mit Leszek Klima betreut. «Im hohen Bereich geht es um Kleinigkeiten. Es reicht manchmal schon, wenn mal eine andere Formulierung kommt», sagt Silke Spiegelburg. Edelmetall statt Medaille beispielsweise. (dpa)

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