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Kommentar zum Eiskunstlauf

In der Spur

  • VonKatja Sturm
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Auferstehung im Moskauer Eispalast: Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy laufen sich auf die Spitze ihrer Erfolgsleiter - obwohl noch vor einigen Monaten die Zeichen auf Karriereende standen.

Es gleicht einer Auferstehung, was sich da am Donnerstagabend im Moskauer Eispalast ereignet hat. Denn 14 Monate zuvor schien der Traum von olympischem Gold, für den Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy mit ihrem Trainer Ingo Steuer so hart gearbeitet hatten, für immer in Scherben zu liegen. Zu bitter war die Enttäuschung, nachdem die Chemnitzer bei den Spielen von Vancouver durch eigene Fehler die Chance auf die Krönung ihrer gemeinsamen Karriere vergeben hatten. Eine Fortsetzung der allein für den Erfolg eingegangenen Beziehung schien unmöglich. Dass sich diese so verschiedenartigen Charaktere ? der introvertierte Läufer, seine höchst eigensinnige und temperamentvolle Partnerin und der strenge, wegen seiner Stasi-Vergangenheit umstrittene Trainer ? doch noch einmal für vier Jahre auf dem eisigen Parkett zusammenraufen wollten, kam kurz darauf sehr überraschend.

Die von jedem individuell getroffene Entscheidung, dass der Weg auf der Erfolgsleiter nicht unvollendet bleiben dürfe, führte zu einem anderen Klima in der Chemnitzer Eishalle. „Drei Erwachsene“ arbeiteten jetzt zusammen, sagte Szolkowy. Die neue Reife spiegelte sich in den Programmen wider. Als wären all die Probleme der Vergangenheit nicht gewesen, als hätte es nie eine Schwäche gezeigt, präsentierte sich das Paar von Saisonbeginn an in beeindruckender Stärke und mit bewundernswert frischer Motivation. Nie ließ es einen Zweifel daran aufkommen, dass es wieder dorthin zurückkehren würde, wo es einst stand: an die Spitze der glitzernden Eiskunstlaufwelt.

Dafür hat sich das Trio höchste Anerkennung verdient. Doch Sotschi ist noch weit. Und die beiden spüren schon den Atem der sich bis dahin sicher noch vermehrenden Konkurrenz im Nacken. Die Kunst wird sein, sich davon nicht beirren zu lassen, die Lockerheit, mit der die Welt- und Europameister jetzt auftreten, zu bewahren, nicht wieder zu verkrampfen, wenn das große Ziel näher rückt. Sich bei einer WM in der Siegerspur zu bewegen, darin waren sie geübt. Die Spur auch auf olympischem Parkett zu halten, ist ihnen im ersten Anlauf misslungen. Und auf Eis, das ist bekannt, rutscht man schnell mal aus.

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