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Boxen, WBC-Weltmeisterschaft im Super-Mittelgewicht, 13. Mai 2006 in Zwickau: Markus Beyer kühlt mit einem Eisbeutel seine Verletzung unter dem rechten Auge, die durch einen Kopfstoss im Kampf gegen Sakio Bika entstand.

Bei Sportverletzungen sofort pausieren und kühlen

Zur Verhinderung von Schwellungen und Gewebeschäden / Gel oder Sprays laut Ärzteverband besonders wirksam

Jena (ap). Eine rasche Behandlung ist auch bei Sportverletzungen entscheidend für die baldige Genesung. Entscheidend ist vor allem die rasche Kühlung, die die Blutgefäße verengt, den Stoffwechsel verlangsamt und Gewebeschäden vorbeugt, wie der Berufsverband der Reha-Fachärzte mitteilte. Blutungen und Schwellungen würden so verhindert und Schmerzen gelindert. Verletzungen am Knie oder Knöchel sollten demnach mindestens 30, am Oberschenkel mindestens 45 Minuten gekühlt werden.

Besonders wirksam sind den Angaben zufolge Kühlgels oder wiederverwendbare Kühlpacks aus der Apotheke. Bei Verletzungen amWadenbein oder Sprunggelenk, wo die Haut direkt auf dem Knochen liegt, rät der Verband zu Kältesprays. Erweist sich die Verletzung als Prellung, Zerrung oder Verstauchung, sollte schon nach wenigen Tagen mit der Mobilisierung begonnen werden, die Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit vorbeugt. Sobald der Sport wieder ohne Schmerzen möglich ist, kann das Training vorsichtig und langsam steigernd wieder aufgenommen werden.

Generell bewährt hat sich nach Angaben des Verbands bei akuten Verletzungen die so genannte "PECH"-Regel; PECH steht für Pause, Eis, Compression und Hochlegen. Verletzte sollten sofort mit dem Sport aufhören, das betroffene Körperteil ruhig stellen und untersuchen lassen. Nach einer intensiven Kühlung wird dann ein Druckverband angelegt und das Körperteil hochgelegt.

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