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Sportliche Hilfe für hyperaktive Kinder

Uni Heidelberg setzt auf bewegungstherapeutische Elemente

Das Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg hat ein Programm entwickelt, das hyperaktiven und aufmerksamkeitsgestörten Kindern helfen soll. In Deutschland sind etwa 8 Prozent aller Kinder vom hyperkinetischen Syndrom betroffen. Sie sind im Schulunterricht kaum zu lenken, zerstören viel und können sich nur schlecht konzentrieren. Außerdem weisen die kleinen Zappelphilippe motorische Schwächen auf. Bewegungssteuerung, Gleichgewicht und Koordination bereiten ihnen Schwierigkeiten. Nicht selten sind diese Schwächen Ursache für weitere Probleme in Schule und Freizeit. Inzwischen gibt es verschiedene Therapien gegen das so genannte ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom).

Die Heidelberger Wissenschaftler setzen auf bewegungstherapeutische Elemente, um motorische Fähigkeiten zu fördern und die Körperwahrnehmung der Kinder zu verbessern. Außerdem werden Konzentration und Aufmerksamkeit spielerisch geschult. Hilfreich ist die kindgerechte Vermittlung von Entspannungstechniken. Auch der Umgang mit anderen Sporttreibenden, Teamgeist und Einfühlungsvermögen sind Lerninhalte, die auf dem Programm stehen

Für die betroffenen Kinder veränderten die Forscher das "Heidelberger Ballschulkonzept". Die Ballschule wurde 1998 vom Leiter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft, Professor Klaus Roth, ins Leben gerufen. Mittlerweile sind bereits mehr als 800 Kinder in Heidelberg Mitglieder in den verschiedenen Ballschulgruppen in Sportvereinen und Grundschulen. Die Kinder mit ADHS sollen dazu animiert werden, einen Einstieg in das lebenslange Sporttreiben zu finden. Sie erlernen grundlegende spielerisch-taktische Verhaltensweisen sowie Elemente der Ballkoordination. Ihnen wird genau das vermittelt, was früher auf der Straße gespielt wurde, wie man sich einst auf freien Flächen bewegte - all das, was inzwischen aus dem Alltag der Kinder verschwunden ist.

Die Erfahrungen der ersten praktischen Kurse sind positiv: Die Kinder lernten, ihre Bewegungen und ihre überschüssige Kraft zu kontrollieren und gezielt einzusetzen. Unter Leitung von Dr. Christina Hahn und Eva Lang (Sportlehrerin, Physiotherapeutin) wird die Sporttherapie für hyperaktive Kinder in Heidelberg jetzt erweitert. Im September werden wieder neue Kinder im Alter von 7 bis 8 Jahren in das Programm aufgenommen. Die Übungsstunden finden zweimal wöchentlich statt, jeweils montags und mittwochs von 14.00 bis 15.30 Uhr. Aufgenommen werden Kinder, bei denen ein ärztlich diagnostiziertes Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom vorliegt. FR

• Kontakt: Dr. Christina Hahn, Institut für Sport und Sportwissenschaft

der Universität Heidelberg, Tel. 0 62 21 / 54 46 32,

E-Mail: ds3@ix.urz.uni-heidelberg.de

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