Basketball

Spalier für Nowitzki

Der Dallas-Star wird von Celtic-Fans gefeiert.

Zwei Sekunden vor Ende gab es Einwurf für die Dallas Mavericks. Die Boston Celtics mit dem deutschen Nationalspieler Daniel Theis führten 114:93, die Partie war entschieden. Dirk Nowitzki bekam den Ball. Fast Spalier stehend, ließen ihn die gegnerischen Spieler zum Korb ziehen und werfen. Der Ball ging daneben und damit ein Rekord flöten. Aber das war zweitrangig. Die Schlusssirene ertönte und die Zuschauer im TD Garden erhoben sich von den Plätzen, feierten „The German Wunderkind“. Eine Huldigung, wie sie nur ganz wenigen zuteil wird. Schon als er im ersten Viertel zum ersten Mal das Feld betrat, erhob sich das Publikum von den Plätzen.

Der Würzburger hat in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA mehr als nur Spuren hinterlassen. Auf seiner Abschiedstour bekommt er das zu spüren. „Das war wunderbar, super emotional. Es ist toll, wenn die Auswärtsfans schätzen, was man in den letzten zwei Jahrzehnten gemacht hat“, sagte er.

Seine Beliebtheit zeigten aber nicht nur die Celtics-Anhänger. „Auch in Charlotte riefen sie am Ende der Partie meinen Namen. Diese Momente werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, sagte Nowitzki. Dass ein Korb gereicht hätte, um den Rekord der meisten Punkte eines Spielers aus der Western Conference in der Bostoner Arena zu knacken, nahm er locker. Nun bleibt er mit 426 Zählern eben ein Pünktchen hinter einer anderen NBA-Legende, Kobe Bryant.

„Es war nett, dass sie mir am Ende diesen Rekord schenken wollten und mich werfen ließen. Aber nun muss ich wohl noch ein Jahr dranhängen“, sagte Nowitzki lachend nach zehn vergebenen Würfen. Das Ende seiner Karriere in diesem Jahr hat er noch nicht verkündet, allerdings rechnet fast jeder damit.

Im zweiten Auswärtsspiel binnen 24 Stunden gab es am Samstag ein 100:106 bei den Philadelphia 76ers, wobei Nowitzki da pausierte. Dafür durfte Maximilian Kleber wieder mal ran und kam auf sechs Punkte. (dpa)

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