Wintersport

Wie ein Stück Holz

Skisprung-Trainer Werner Schuster hat Sorgen.

Vorflieger Markus Eisenbichler bleibt daheim, jetzt sind Andreas Wellinger und Richard Freitag gefordert: Mit gemischten Gefühlen trat Noch-Bundestrainer Werner Schuster am Donnerstag die Reise zum Skisprung-Weltcup in Lahti an. Weil zuletzt nur noch der diesmal pausierende Eisenbichler für das Podest infrage kam, wird es am vorletzten Wochenende vor der WM Zeit für eine Trendwende im deutschen Team.

Vor allem im Hinblick auf die DSV-Domäne Team-Wettkampf wachsen vor dem Saisonhöhepunkt in Seefeld (19. Februar bis 3. März) Schusters Sorgenfalten. „Wir werden schon vier Springer zusammenkriegen. Die Frage ist, ob die leistungsstark genug sind“, sagte er nach der zuletzt schwachen Mannschaftsleistung in Oberstdorf: „Wir können Weltmeister werden, aber wenn wir so weiter springen, werden wir es nicht. Da muss einfach die individuelle Klasse besser werden.“

Das Teamspringen am Samstag wird ein erster Indikator, ob in Seefeld tatsächlich der Titel möglich ist. Schuster nimmt vor allem seine strauchelnden Stars in die Pflicht. „Für Richard Freitag und Andreas Wellinger geht es darum, ihren Wettkampfrhythmus weiter aufzunehmen“, sagte der zum Saisonende scheidende Coach. Wellinger und der einstige Siegspringer Freitag flogen zuletzt ihrer Form deutlich hinterher.

Gerade Freitags Auftritt in Oberstdorf ließ bei Schuster die Alarmglocken schrillen, der Sachse wurde erst 20. und scheiterte dann in der Qualifikation. „Er hat kein Vertrauen in der ersten Flugphase, da ist der Körper angespannt wie ein Stück Holz, das ist dann schon fast gefährlich.“ (sid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion