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Michael Schmid lässt sich bei der Blumen-Zeremonie feiern.

Skicrosser gescheitert - Schmid Olympiasieger

Cypress Mountain. Sie fuhren die Ellbogen aus und gaben beim Kampf Mann gegen Mann in rasanter Schussfahrt keinen Meter Boden preis - mit der Vergabe der

Cypress Mountain. Sie fuhren die Ellbogen aus und gaben beim Kampf Mann gegen Mann in rasanter Schussfahrt keinen Meter Boden preis - mit der Vergabe der Medaillen bei der olympischen Premiere im Skicross hatten Simon Stickl und Martin Fiala dennoch nichts zu tun.

Der 22-jährige deutsche Meister Stickl schied bei dem Pisten-Spektakel am Cypress Mountain im Achtelfinale aus und beendete den Wettbewerb als 19. Fiala, mit 42 Jahren Senior im deutschen Team, ereilte das Aus auf der 1144 Meter langen Piste mit ihren engen Kurven, spektakulären Sprüngen und Spitzkehren in der selben Runde. Er kam im Endklassement auf den 31. Platz.

Erster Olympiasieger in der Fun-Sportart wurde der Schweizer Michael Schmid. Er setzte sich im Finale vor Weltmeister Andreas Matt aus Österreich durch. Bronze sicherte sich Audun Groenvold aus Norwegen vor dem Kanadier Christopher Delbosco.

"Kurz vor dem Ziel noch aufgehalten zu werden, das ist extrem ärgerlich. Der Start war nicht optimal, aber ich war gut unterwegs", sagte Stickl, der sich mit der achtschnellsten Zeit für die K.o.-Runde des Ski-Spektakels bei Rockmusik und Fun-Atmosphäre qualifiziert hatte. Der Bad Wiesseer hatte sich für den olympischen Einstand einiges vorgenommen, war ihm doch erst in diesem Winter in St. Johann sein erster Sieg im Weltcup gelungen.

Doch im olympischen Achtelfinale war das Glück nicht auf seiner Seite. Nach einer Kollision mit dem vor ihm gestürzten Norweger Anders Rekdal schied der Skicrosser vom Tegernsee als Dritter seines Rennens aus. "Im Moment überwiegt noch der Ärger, aber ich bin trotzdem stolz, dabei gewesen zu sein", sagte Stickl, der mit der Startnummer 1 in der Qualifikation das erste Olympia-Rennen eröffnet hatte. Auch für den früheren US-Skistar Daron Rahlves endete die Premiere in der Runde der letzten 32 vorzeitig und nach einem Sturz schmerzhaft.

Fiala, in den 90er Jahren im alpinen Ski-Weltcup unterwegs, ging es vor 5000 begeisterten Zuschauern nicht besser. Auch der Skicrosser aus Obermaiselstein kam in seinem Achtelfinal-Lauf nicht über den dritten Rang hinaus und verpasste den Sprung in die nächste Runde. "Ich bin oben gut weggekommen und war gut unterwegs. Aber so ist das im Leben. Es hat nicht gereicht", sagte Fiala, der anschließend das Ende seiner Ski-Karriere verkündete: "Das war mein letztes Rennen."

Der Deutsche hatte schon nach der Qualifikation, die er nur als 29. überstand, gehadert: "Ich habe ein paar kleine Fehler gemacht. Ich hatte Pech, dass in den letzten vier Tagen zwei meiner guten Ski verreckt und die Kanten rausgebrochen sind." Fiala war bei der alpinen Weltmeisterschaft 1991 in Saalbach-Hinterglemm 14. in der Kombination geworden. (dpa)

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