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Auch der Riesenslalom der Herren in Garmisch-Partenkirchen musste aufgrund der starken Schneefälle abgesagt werden.

Ski Alpin

Absage in Garmisch, Zuversicht vor WM

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  • Vytenis Andriukaitis
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Trotz der Absage der Heim-Rennen in Garmisch-Partenkirchen fahren die deutschen Ski-Asse optimistisch zur WM nach Schweden.

Auch der Ausfall der Heim-Rennen in Garmisch-Partenkirchen konnte die Stimmung im deutschen Alpin-Lager vor den Ski-Weltmeisterschaften in Are nicht trüben. Die Generalprobe mit der Abfahrt (Samstag) und dem Riesenslalom (Sonntag) auf der Kandahar fielen zwar den heftigen Schneefällen zum Opfer, gleichwohl brach ein Teil des DSV-Teams bereits gut gelaunt und zuversichtlich zum Skifest vom 4. bis 17. Februar in Schweden auf.

Große Überraschungen gibt es im 16-köpfigen Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) nicht. Angeführt wir das Alpin-Team von Slalom-Spezialist Felix Neureuther, Kitzbühel-Gewinner Josef Ferstl und Viktoria Rebensburg. „Wir fahren mit einer kleinen, aber hoffnungsvollen Mannschaft zu den Weltmeisterschaften. Unser Team besteht sowohl aus arrivierten als auch aus jungen Aktiven mit Perspektive, die in Are wertvolle Erfahrungen bei einer Großveranstaltung sammeln sollen“, kommentierte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier die Nominierung von sieben Damen und neun Herren.

„Wir fahren mit dem Ziel dahin, eine Medaille zu holen“, sagte Maier der dpa. Der 58-Jährige räumte zwar ein, dass „wir nicht zwingend zu den Medaillen-Kandidaten gehören“, sagte aber: „Wir haben immer wieder gezeigt, dass man uns nie ganz abschreiben darf. Dass wir aus relativ wenig doch viel machen konnten. Unser Team ist gut, ist motiviert. Ich hoffe, dass wir vielleicht wieder für die eine oder andere Überraschung sorgen können.“

Nach den Ausfällen des letztjährigen Kitzbühel-Abfahrtssiegers Thomas Dreßen und Andreas Sander (beide Kreuzbandriss) wird Ferstl am ehesten eine Medaille zugetraut. Im Slalom ruhen die DSV-Hoffungen wieder einmal auf Neureuther, der nach der WM entscheiden will, wann er seine Karriere beendet. „Es gibt ein Leben danach, und das ist ein schönes. Wenn ich erkenne, dass aus meinem Körper nicht mehr rauszuholen ist, dann ist es Zeit zu sagen: So, das passt jetzt“, hatte der 34 Jahre alte Neureuther im dpa-Interview erklärt. Im Riesenslalom gehört Stefan Luitz zum Favoritenkreis, auch wenn ihm seine Schulterverletzung zuletzt noch zu schaffen machte.

Bei den Damen haben Rebensburg, die beim Riesenslalom in Maribor am Freitag im ersten Durchgang ausgeschieden war, und Abfahrtsspezialistin Kira Weidle Chancen auf eine Medaille. „Die Erfolgsaussichten scheinen mir in Riesenslalom und Super-G größer als in der Abfahrt“, erklärte Rebensburg, die noch offen ließ, ob sie die WM-Abfahrt bestreitet.

Immerhin ist der DSV breiter aufgestellt als in den vergangenen Jahren. „Wenn du immer nur den Felix hast oder die Vicky – die mussten ja die Medaillen gewinnen. Alles andere wäre nicht akzeptiert worden“, sagte Maier. „Diesmal sind wir mit einem kleinen, aber sehr engagierten Team bei der WM und schauen mal, was herauskommt.“

In jedem Fall müssen sich die Athleten auf andere Bedingungen als zuletzt in Mitteleuropa einstellen. In Are herrscht zurzeit klirrende Kälte von bis zu minus 20 Grad. „Ich möchte mich schnell an den Schnee gewöhnen. Weil er ganz anders ist. Es ist skandinavischer Schnee, ziemlich aggressiv und kalt“, sagte Ferstl, für den am Dienstag das erste Abfahrtstraining ansteht. Die Strecke sei jedenfalls „cool“ – und „die Form stimmt“. (dpa)

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