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Spielt nicht nur gut, sondern trifft  auch: Marco Reus.
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Spielt nicht nur gut, sondern trifft auch: Marco Reus.

Volltreffer: Marco Reus

Sirenengesänge aus München

  • VonAndreas Morbach
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Der FC Bayern buhlt um Mönchengladbachs Mittelfeld-Juwel Marco Reus. Die Vorgehensweise erinnert an das Werben um Manuel Neuer.

Der FC Bayern buhlt um Mönchengladbachs Mittelfeld-Juwel Marco Reus. Die Vorgehensweise erinnert an das Werben um Manuel Neuer.

Ein herausragender Wesenszug des Fußballlehrers Lucien Favre ist der Widerspruch. Den formulierte der Schweizer Trainer von Borussia Mönchengladbach auch, als er zu den neuesten Sirenengesängen der Bayern in Richtung seines Spielers Marco Reus befragt wurde. „Marco gefällt es, bei uns zu spielen“, sagte der 53-Jährige in Richtung München – und erklärte zudem: „Er hat ein Riesenpotenzial, das ich mit ihm entwickeln möchte.“

Favres Wunsch ist verständlich, die Chancen einer Verwirklichung – sollten die Bayern ihr Lasso ernsthaft nach Reus (22) auswerfen – aber eher gering. Im Spiel gegen Hannover legte der offensive Mittelfeldspieler nun auch seine Schwäche beim Abschluss ab und erzielte, jeweils aus rund 20 Metern, beide Gladbacher Tore, nachdem er beim ersten an 96-Innenverteidiger Emanuel Pogatetz und beim zweiten an dessen Nebenmann Karim Haggui vorbeigetänzelt war.

„Uns war klar, dass das ein toller Spieler ist. Deshalb wollten wir solche Aktionen verhindern“, berichtete später Gäste-Coach Mirko Slomka, der die Grenzen des Machbaren aber freimütig akzeptierte: „Das gelingt eben nicht immer.“

Das Münchner Buhlkommando um Reus wird sich nun nach dem zuletzt bei Manuel Neuer praktizierten Muster mal verschärfen, mal nachlassen, bei echtem Bedarf aber letztlich zum gewünschten Ergebnis führen.

18 Millionen Euro Ablöse

Im Fall von Borussias Jungstar sind die Rahmendaten dabei klar geregelt: Reus, der Anfang des Monats im Nationalteam debütierte, besitzt in Gladbach einen Vertrag bis 2015, inklusive verankerter Ausstiegsklausel zum Saisonende. Für eine Ablösesumme von 18 Millionen Euro soll der gebürtige Dortmunder dann zu haben sein – ein Betrag, der Mitte 2013 und 2014 angeblich um jeweils drei Millionen Euro sinken würde.

„Ein interessanter Spieler“, sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Das Abenteuer Säbener Straße hat Jan Schlaudraff (28) längst hinter sich. Auf acht Ligaspiele brachte es der Angreifer in seiner einzigen Saison beim Rekordmeister. Im Sommer 2008 wechselte er nach Hannover, Reus’ Leistung kommentierte Schlaudraff widerwillig: „In den letzten Wochen fehlte ihm ein bisschen die Zielsicherheit, gegen uns hat er seine Chancen nun eiskalt genutzt. Aber wir haben ihm auch zu viel Platz gegeben.“

Reus’ Teamkollege Mike Hanke betrachtete die Angelegenheit weniger verbissen: „Ich finde es leicht, mit ihm zusammenzuspielen. Weil er sehr intelligent spielt und man so weiß, wo seine Laufwege sind.“

Etwas mehr Geduld gefiele Borussen-Manager Max Eberl – bei den Bayern-Chefs: „Die sollen sich auf die Champions League und das Finale 2012 in München konzentrieren und nicht auf irgendwelche Spieler, die ihnen in diesem Jahr sowieso nicht helfen können.“

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