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Handball-Buch

Schweißgeruch und klebrige Hände

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Das Handball-Buch "Hölleluja" beleuchtet das Sportlerleben von Stefan Kretzschmar.

Spannung kommt in diesem Handballbuch nicht erst in der Schlussphase auf, sondern schon in den ersten Minuten. Geschickt schaffen es der ehemaliger Weltklasse-Handballer Stefan Kretzschmar und sein wortgewandter Mit-Autor Nils Weber, den Leser in eine Welt zu entführen, die vom Schweißgeruch und klebrigen Händen geprägt ist. In einer liebevollen Hommage an seinen Sport gelingt es dem früheren Linksaußen der deutschen Nationalmannschaft, der kurzzeitig Sportchef in Magdeburg war und seit vielen Jahren TV-Experte ist, dem Leser ein Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen, ohne voyeuristisch zu sein.

Ironisch und kritisch

Ex-Profi Kretzschmar und Handball-Journalist Weber blicken gemeinsam auf die speziellen Momente im Sportlerleben des bekanntesten deutschen Handballers zurück. Dabei geht es nicht um Titel, Tore und Pokale, denn die sind laut Kretzschmar in „Wikipedia ganz gut aufgelistet“. Vielmehr erklärt Kretzsche unter anderem, wie man trotz höllischer Rückenschmerzen trotzdem ein Mann statt einer Maus sein kann, wie er wegen der Nasa auf Island nur einmal als Kapitän aufs Feld lief oder wie eine Taufe in Flensburg vollzogen wird.

Kretzschmar erzählt äußert kurzweilig über den Sport, der ihn das gesamte Leben begleitet und geformt hat. Ironisch, kritisch, nachdenklich, euphorisch – so vielseitig, wie Handball in seinen Augen eben ist. Ein ganz besonderer Höhepunkt ist der Gastbeitrag des ehemaligen Handballers Piet Krebs über die harte Zeit in den 1980er Jahren.

Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre für alle, die den Handball im Speziellen, oder den Sport im Allgemeinen für die Absurditäten und Besonderheiten lieben.

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