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Dortmund mit verdientem 2:1-Erfolg

Schwarz-gelbe Hingabe

Eine blutjunge Dortmunder Elf schlägt die TSG Hoffenheim mit deren Waffen und lässt auf weitere Taten hoffen. Die Gastgeber zeigen sich dagegen zu undiszipliniert. Von Reinhard Sogl

Von Reinhard Sogl

Ein Bart lässt Männer nur dann älter aussehen, wenn die Gesichtsbehaarung nicht wie ein Flaum wirkt. Es war also durchaus ein Widerspruch in Wort und Bild, als der Dortmunder Innenverteidiger Neven Subotic davon sprach, sich als "Alter" zu empfinden, weil "die Jungen hochgucken. Das ist ein neues Gefühl für mich." Der im früheren Jugoslawien geborene und im Raum Pforzheim aufgewachsene Abwehrspieler wird am 10. Dezember immerhin schon 21 Jahre alt.

Damit hat der Haudegen mit 48 Erstligaeinsätzen mitgeholfen, dass mit einem Durchschnitt von nur etwas über 23 Jahren beim Gastspiel in Sinsheim die jüngste Anfangsformation der Borussen seit einer gefühlten Ewigkeit auf dem Platz stand. Aber die vermeintliche Verlegenheitsmannschaft, die Trainer Jürgen Klopp wegen des Ausfalls von fünf Stammkräften aufbot, präsentierte sich wie eine erfahrene Einheit, die Zukunft hat. "Solche Siege bringen eine Mannschaft noch enger zusammen", sagte Subotic nach dem verdienten 2:1-Erfolg bei der TSG Hoffenheim.

Subotic trug nicht nur wegen des vom Hoffenheimer Abwehrchef Josip Simunic an ihm verschuldeten und vom überragenden Nuri Sahin verwandelten Elfmeters dazu bei, dass die Borussia im siebten Spiel hintereinander nicht als Verlierer vom Platz ging. "Dass wir das Gegentor gegen eine so starke Offensive durch eine Standardsituation gefangen haben, sagt viel aus über unsere Defensive", lobte Klopp die Hintermannschaft, begeisterte sich aber auch am Spiel nach vorne. "Wir haben die Räume toll zugelaufen und das Tempo mitgenommen."

Die Dortmunder schlugen die Gastgeber letztlich mit deren Waffen. "Wir wollten aggressiv spielen, aber Dortmund hat es uns vorgemacht", gab der zur Halbzeit eingewechselte Tobias Weis zu. Der Mittelfeldspieler, der nach fast drei Monaten Verletzungspause eine gutes Comeback gab, bewies Mannschaftsgeist, hätte sich durchaus ausnehmen können aus der Kritik. Es ehrte Weis auch, dass er nicht die Rote Karte gegen Maicosuel nach dessen Attacke gegen den Dortmunder Torwart Roman Weidenfeller als spielentscheidend wertete, so wenig wie den Strafstoß: "Ob Elfmeter oder nicht: Letzten Endes müssen wir uns an die eigene Nase fassen."

Mangelnde Laufbereitschaft monierte im Trainerdeutsch auch Trainer Ralf Rangnick. "Wir hatten keine so gute Platzbewegung, vor allem nach hinten." Angesprochen durften sich vor allem Carlos Eduardo und Sejad Salihovic fühlen. Ein Fehler des Bosniers führte denn auch zur Führung der Dortmunder durch Jakub Blaszczykowski (3.). "Man gewinnt nur, wenn man taktisch und diszipliniert steht und sich nicht zu schade ist, auch Wege nach hinten zu gehen", assistierte Torwart Timo Hildebrand - nach einer turbulenten Schlussphase mit Rudelbildung und Handgreiflichkeiten als unrühmliche Höhepunkte des Gift-Gipfels - seinem Coach. Subotic fand´s klasse: "Für mich gibt es keine schöneren Spiele."

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