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Schumi dreht sich schon im Kreis

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Der Rekordweltmeister bekommt für sein Comeback von den Medizinern grünes Licht. Und die Konkurrenz und die Fota geben eine Sondererlaubnis für Testfahrten.

Rekordweltmeister Michael Schumacher erhält vor seinem Comeback in der Formel 1 eine Sondererlaubnis für einen Test im aktuellen Ferrari-Boliden F60. Ferrari-Sportdirektor Massimo Rivola bat die Konkurrenten nach Angaben von motorsporttotal.com in einem Brief um das Sonderrecht für den siebenmaligen Weltmeister; die Teamvereinigung Fota gab grünes Licht für die Testfahrten.

Schumacher hat sich mit Feuereifer in die Vorbereitung für sein spektakuläres Comeback in der Formel 1 gestürzt. Am Freitag drehte der Kerpener unter Ausschluss der Öffentlichkeit im alten Ferrari-Modell F 2007 erste Testrunden auf der Rennstrecke in Mugello. "Das Testverbot in der Formel 1 ist ja bekannt, daher habe ich die Jungs von F1 Clienti kontaktiert, ob die mir ein Auto geben können", hatte Schumacher vor Rivolas Brief auf seiner Internetseite geschrieben. Clienti ist für ausrangierte Formel-1-Ferraris zuständig.

"Ich möchte so viel wie möglich fahren, und da ist das schon mal eine gute Option. Die nächsten Wochen stehen dann ganz im Zeichen dieser Vorbereitung", sagte der Ex-Weltmeister. Sein Arzt Johannes Peil sieht aus Fitnessgründen keine Bedenken. "Formel 1 ist Hochleistungssport. Man kann aber davon ausgehen, dass Michael auch in der letzten Zeit an drei bis vier Tagen pro Woche trainiert hat. Von daher sollte das zu machen sein", sagte der Chefarzt der Sportklinik in Bad Nauheim.

Plan mit Schwerpunkten

Das Problem bestehe darin, "dass die gesamte Vorbereitung, die sich normalerweise über Monate streckt, nun auf weniger als drei Wochen komprimiert werden muss. Der Vorteil ist, dass Michael kein kompletter Neueinsteiger ist." Man müsse nun bis zum Comeback Schumachers am 23. August in Valencia einen Plan mit Schwerpunkten erstellen. Nicht äußern wollte sich Peil zur Nackenverletzung des siebenmaligen Weltmeisters. "Vielleicht wird Michael irgendwann selbst sagen, was da passiert ist", erklärte der Mediziner. Schumacher hatte sich bei seinem Motorrad-Sturz im Februar im spanischen Cartagena den Nacken verletzt und soll mit einer speziellen Nackenmuskulaturmaschine arbeiten.

Schumachers Heimatstadt Kerpen steht nach der Rückkehr des berühmtesten Sohns der Stadt in den Formel-1-Zirkus derweil kopf. Das Rennen in Valencia wird in der Jahnhalle per Public Viewing live übertragen. Dies war in der 64000-Einwohner-Stadt auch in den vergangenen Jahren bei allen Rennen mit Schumacher stets der Fall. 1000 Menschen haben in der Jahnhalle Platz, Eintritt wird nicht verlangt. (sid)

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