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Stefan Schumacher: "Ich hatte lange Zeit kein Unrechtsbewusstsein." Foto: Marijan Murat

Schumacher: Hatte kein Unrechtsbewusstsein

Dopingsünder Stefan Schumacher glaubt nach seinem Freispruch im Stuttgarter Betrugsprozess nicht an eine Revision der Staatsanwaltschaft.

Dopingsünder Stefan Schumacher glaubt nach seinem Freispruch im Stuttgarter Betrugsprozess nicht an eine Revision der Staatsanwaltschaft.

"Ich kann mir kaum vorstellen, dass nach der aufwendigen Recherche des Gerichts grobe Fehler in der Urteilsbegründung sind - und nur das wäre ja ein Grund für eine Revision", sagte der geständige Radprofi in einem Interview des "Tagesspiegel".

Zwar hatte die Staatsanwaltschaft am 31. Oktober bereits Revision gegen den Freispruch eingelegt. Noch ist aber unklar, ob die Staatsanwälte die Revision tatsächlich durchführen. Das werde entschieden, wenn die Urteilsgründe schriftlich vorliegen. Schumacher war angeklagt, seinen ehemaligen Teamchef Hans-Michael Holczer betrogen zu haben, weil er Doping lange geleugnet habe.

Auf die Frage, warum er Doping nicht früher gestanden habe, sagte Schumacher: "Ich hatte lange Zeit kein Unrechtsbewusstsein." Es habe einige Zeit gedauert, "bis ich mir meine Fehler eingestehen konnte". Doping sei für ihn seit 2008 kein Thema mehr, meinte der Nürtinger. "Ich denke schon, dass ich vorn mitfahren könnte, wenn ich die Chance in einer guten Mannschaft bekomme. Ich würde mir auch einen Etappensieg bei der Tour zutrauen", sagte der 32-Jährige. (dpa)

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