Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bessere Ausbildung der Allgemeinärzte könnte für viele Patienten mit chronischen Schmerzen frühere Linderung bedeuten.
+
Bessere Ausbildung der Allgemeinärzte könnte für viele Patienten mit chronischen Schmerzen frühere Linderung bedeuten.

Schmerzen werden oft falsch behandelt

Experten beklagen Mängel in der AusbildungAus Unkenntnis behandeln Allgemeinärzte und Internisten Patienten mit Schmerzen oft falsch. Schmerz- und Palliativmedizin sei bis heute kein Pflicht-Bestandteil der Aus- und Weiterbildung in diesen Fachrichtungen, kritisierte der Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, Michael Zenz.

Bremen (ap). Aus Unkenntnis behandeln Allgemeinärzte und Internisten Patienten mit Schmerzen oft falsch. Schmerz- und Palliativmedizin sei bis heute kein Pflicht-Bestandteil der Aus- und Weiterbildung in diesen Fachrichtungen, kritisierte der Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, Michael Zenz, in Bremen: "Falsche und überzogene Therapien aber kosten nur Geld und schaden dem Patienten."

Nach Angaben des Experten haben rund acht Millionen Deutsche chronische Schmerzen, 600.000 leiden unter besonders problematischen Formen. Bei über 65-Jährigen sei jeder zweite betroffen. Damit seien chronische Schmerzen in dieser Altersgruppe die Krankheit Nummer eins noch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Studien zufolge wechseln Schmerzpatienten mehr als zehn Jahre von Arzt zu Arzt, bis ihnen wirksam geholfen wird. Nach einer Untersuchung der Bundesregierung liegen die Therapiekosten laut Zenz bei jährlich 25 Milliarden Euro.

Neben einer Änderung der Aus- und Weiterbildungsvorschriften verlangte der Arzt unter anderem eine bessere Honorierung der Schmerztherapie. Schmerz werde von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren beeinflusst. Darum erfordere die Therapie Zeit, und in ernsten Fällen müssten sich Experten verschiedener Fachrichtungen um Patienten bemühen. Der Aufwand werde aber nicht finanziert. Wegen der schlechten Entlohnung hätten gerade in den neuen Bundesländern viele Fach-Praxen schließen müssen. Auch in Krankenhäusern seien die Schmerz- und die Palliativmedizin für Patienten im letzten Lebensstadium ein Zusatzgeschäft.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare