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Der Verletzung von Yoshinori Muto dämpft die Stimmung vor dem ersten Spiel nach der Länderspielpause.

Mainz 05

Saison-Aus für Muto

Die Hoffnung von Mainz 05 auf ein Comeback von Stürmer Yoshinori Muto ist geplatzt. Für den Japaner ist nach der zweiten Bänderletzung am rechten Knie die Saison beendet.

Das Lachen ist dem stets fröhlichen Yoshinori Muto vergangen. Mühsam hatte sich der Stürmer des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz nach einem im Februar erlittenen Außenbandriss im rechten Knie wieder herangekämpft. Der 23-Jährige war nach achtwöchiger Aufbauarbeit ein Kandidat für den Kader im Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Augsburg. Dann der Schreck im Training am Mittwoch: Ohne Gegnereinwirkung zog sich Muto eine neue Außenbandverletzung am rechten Knie zu. Ob eine Operation folgt oder wie beim ersten Mal auf einen konservative Behandlung gesetzt wird, haben die Mainzer Ärzte noch nicht entschieden.

"Sicher ist aber, dass die Saison gelaufen ist. Beim ersten Mal hat es auch acht Wochen gedauert", sagte Teammanager Axel Schuster am Donnerstag.

Der Verletzung des Stürmers dämpft die Stimmung vor dem ersten Spiel nach der Länderspielpause. "Er war die erhoffte Verstärkung, diese Möglichkeit ist jetzt dahin", erklärte Trainer Martin Schmidt. Der Schweizer setzt darauf, dass der Kader breit genug aufgestellt ist, um den Ausfall kompensieren zu können. "Wir haben das schon mal geschafft. Wir werden das wieder schaffen", meinte der 48-Jährige.

Muto hätte der Mannschaft gut tun können, denn die Mainzer müssen auf den zuletzt starken Jairo Samperio wegen der fünften Gelben Karte verzichten. Den letzten Teil seiner Sperre sitzt Giulio Donati ab. Für ihn wird Daniel Brosinski erneut die rechte Seite beackern. Für die Rolle von Jairo auf der Außenbahn kommen in Christian Clemens, Pablo De Blasis und Karim Onisiwo gleich mehrere Spieler in Frage.

Die zweiwöchige Pause habe Schmidts Team gut getan. "Die Frische und Spritzigkeit sind zurück. Es war eine Freude, die Jungs trainieren zu sehen. Die Akkus sind wieder voll", sagte der Chefcoach. Nach drei Spielen ohne Sieg soll gegen den im Abstiegskampf steckenden FC Augsburg wieder ein Dreier her, um den Platz im Vorderfeld der Tabelle zu festigen. "Wir wollen ein typisches 05-Heimspiel. Wir müssen Vertrauen in unser Spiel haben und wollen das Publikum begeistern", erklärte Schmidt.

Der 48-Jährige misst Augsburg nicht am 15. Tabellenplatz mit 27 Punkten: "Für uns ist das ein Gegner auf Augenhöhe, ein harter Brocken, der kein Abstiegskandidat ist." Gern erinnert er sich an das dramatische 3:3 im Hinspiel. "Das war für uns ein Wendepunkt nach einer Schwächephase. In den nächsten sechs Spielen haben wir dann zwölf Punkte geholt." Ein ähnliches Spektakel wäre am Familientag zum 111. Geburtstag des Clubs ganz im Sinne der Zuschauer in der nahezu ausverkauften Arena. (dpa)

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