Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nicht in der Form fürherer Zeiten, aber zum Abschluss über die 30 Kilometer achtbare Vierte: Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle.
+
Nicht in der Form fürherer Zeiten, aber zum Abschluss über die 30 Kilometer achtbare Vierte: Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle.

Langlauf-Krimi

Sachenbacher bringt Behle zum Strahlen

Platz vier von Evi Sachenbacher-Stehle im abschließenden 30-Kilometerrennen stellt auch den stets kritischen Bundestrainer Jochen Behle zufrieden. Die Polin Kowalczyk und die Norwegerin Björgen liefern sich ein packendes Rennen.

Whistler. Evi Sachenbacher-Stehle strahlte diesmal auch ohne Medaille vor Glück, Bundestrainer Jochen Behle herzte seine Athletin und Frauencoach Janko Neuber genoss still die Früchte seiner Arbeit: Nach dem überraschenden vierten Platz der Teamsprint-Olympiasiegerin im abschließenden 30-Kilometer-Massenstartrennen in Whistler gab es kein Halten mehr. Zunächst ließ Sachenbacher-Stehle noch alle Termine über sich ergehen, dann feierte sie mit ihren Teamkolleginnen das Ende der olympischen Wettbewerbe, die aus deutscher Sicht erfolgreich verlaufen waren.

"Wir lassen noch richtig die Sau raus. Bislang war es ja nicht so toll mit feiern, weil immer gleich wieder Rennen waren. Aber heute geht’s los. Wir müssen ja erst am nächsten Samstag wieder laufen", kündigte Sachenbacher-Stehle eine stramme Party an. Grund dazu hatten sie und ihre Kolleginnen allemal. "Wenn mir einer gesagt hätte, dass ich in Whistler zwei ganze und eine Fast-Medaille gewinne, den hätte ich für verrückt erklärt. Es waren meine erfolgreichsten Spiele", sagte die Frau aus Reit im Winkl. Und dann kündigte sie an: "Ich kann mir vorstellen, auch in Sotschi dabei zu sein."

Den Trainern wäre es zu wünschen, denn die Decke im Frauen- Langlauf ist dünn. Darüber können auch die Medaillen nicht hinwegtäuschen, die nach Behles Aussage nicht erwartet waren. "Evi hat meine Kritik zum konditionellen Zustand der Frauen mit ihrer Klasseleistung über 30 Kilometer nicht wirklich Lügen gestraft, denn ich hatte sie wegen ihrer Fußprobleme davon ausgenommen. Gerade bei ihr haben wir aber gesehen, dass unsere Entscheidungen richtig waren", sagte Behle mit Blick auf das Trainingslager in Toblach Anfang Januar. "Dort haben wir die Damen nicht nur körperlich auf die Spiele vorbereitet, dort wurden auch Teamgeist und Vertrauen zur Arbeit von Janko Neuber ausgeprägt", betonte der Bundestrainer.Kowalczyk entschuldigt sich halbherzig bei Björgenwegen Verdächtigungen.

Das Rennen gewann die Polin Justyna Kowalczyk, die zuvor die norwegische Medaillensammlerin Marit Björgen indirekt des Dopings verdächtigt hatte. Nach ihrem Erfolg entschuldigte sie sich halbherzig für ihre Vorwürfe. "Es tut mir leid. Das war keine Attacke gegen Marit", sagte die erste polnische Langlauf-Olympiasiegerin. "Wir haben Probleme mit Asthma beim Langlauf. Aber man hat mir gesagt, dass es nicht die richtige Zeit war, um das zu sagen." Kowalczyk hatte vergangene Woche behauptet, dass ihre niemals positiv getestete Erzrivalin Björgen ohne das von der Welt-Antidopingagentur (Wada) genehmigte Asthma-Medikament keine Chance gehabt hätte: "Marit weiß genau, dass sie ohne ihre Hilfsmittel nicht viel zu bieten hätte." Der Vorwurf löste in der Szene vor allem deshalb Verwunderung aus, weil Kowalczyk selbst schon eine Dopingsperre abgesessen hat.

"Das war eine ganz dumme Kritik, weil sie mit diesen Vorwürfen auf ihre eigene Vergangenheit aufmerksam macht", sagte Bundestrainer Behle: "Außerdem ist es Quatsch, dass ein Asthmamittel diese Leistung auslöst. Es ist einfach phänomenal, was Marit hier geleistet hat. Sie ist die Nummer eins." Obwohl es zum Abschluss wegen zwei Zehntelsekunden nach 30 Kilometers nur zu Silber reichte, holte Björgen als erste Wintersportlerin fünf Medaillen (drei Gold, je einmal Silber und Bronze) bei denselben Winterspielen.

Kowalczyks Vorwürfe hatten Björgen enttäuscht, zumal sich die Polin nur über die Medien und nicht persönlich bei ihr entschuldigt hatte: "Aber jetzt habe ich es vergessen", sagte die 29-Jährige. "Schluss damit, ich schaue nach vorn. Ich freue mich für sie, dass es Gold ist." (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare