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Über die Austragung der WM 2018 in Russland wird erneut diskutiert.

WM 2018

Russland sieht in Boykott-Debatte keine Gefahr

Russland fürchtet durch die deutsche Diskussion über einen Boykott keine negativen Folgen für die Fußball-WM 2018.

Russland fürchtet durch die deutsche Diskussion über einen Boykott keine negativen Folgen für die Fußball-WM 2018.

„Wir machen uns um gar nichts Sorgen“, sagte der russische WM-Chef und Vizeministerpräsident Witali Mutko der Agentur Interfax in Moskau. „Wir machen die WM, bereiten sie gemeinsam mit der FIFA mit aller Sorgfalt vor.“ Viele Politiker versuchten, Russland zu isolieren. „Dem müssen wir keine Aufmerksamkeit schenken.“

Man werde die Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft wie gehabt fortsetzen, sagte Cheforganisator Alexej Sorokin der Nachrichtenagentur R-Sport. Die Diskussion sei von Politikern, nicht von Fußball-Verantwortlichen angestoßen worden. „Deswegen ist es unangebracht, sie in unsere Arbeit einzubeziehen.“

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, hatte einen Boykott in den Raum gestellt. Nach zahlreichen Festnahmen bei Demonstrationen am Wochenende bewege sich Russland auf einer gefährlichen Gratwanderung, hatte Fuchs dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gesagt. „Ein Land, das nicht einmal die elementarsten Bürger- und Grundrechte garantieren kann, sollte grundsätzlich keine Weltmeisterschaft ausrichten.“ Der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), hatte festgestellt, dass sich die innenpolitischen Verhältnisse in Russland seit der WM-Vergabe 2008 deutlich verschlechtert haben.

FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura hatte sich Anfang März gegen eine Verlegung des Austragungsortes ausgesprochen. „Es gibt keine Gründe, Russland die WM wegzunehmen“, sagte sie der Zeitung „Wedomosti“.

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