Volleyball

Rückkehr zum schnellen Spiel

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Die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden peilen einen Playoffplatz an.

Runderneuert startet der VC Wiesbaden am kommenden Samstag (19.30 Uhr) bei Nawaro Straubing in die Volleyball-Bundesligasaison. Und wie jedes Jahr ist die Teilnahme an den Playoffs nach der abgelaufenen regulären Spielzeit das erklärte Ziel. „Wir wollen das aber ein bisschen entspannter als zuletzt schaffen und es frühzeitig klar machen. Und wir wollen dort auch nicht gegen den Ersten im Playoff-Viertelfinale antreten“, erklärt Christian Sossenheimer, der nach dem unbefriedigenden Saisonende Dirk Groß als hauptverantwortlicher Trainer ablöste.

Erst auf den letzten Drücker hatte sich der VCW den letztmöglichen Playoffplatz acht gesichert und war dann gleich gegen den späteren Meister und Ligaprimus MTV Stuttgart ausgeschieden. Das soll nun verhindert werden. Dafür wäre mindestens Platz sieben nötig. Die Teams aus Stuttgart, Schwerin, Dresden und Potsdam sieht Sossenheimer auf einem anderen Level. „Aber Münster, Aachen und Vilsbiburg sind in unser Bereich“, erklärt er.

Ob das Vorhaben gelingt, wird auch von der schnellen Integrationsfähigkeit der neuen Spielerinnen abhängen. Die Stammspielerinnen Jennifer Hamson (Stuttgart), Nele Barber (Schwerin), Morgan Bergren, Sina Fuchs (beide nach Spanien), Laura Pihlajamäki (Rumänien), Alexis Matthews (Ziel unbekannt) sowie Karolina Bednarova und Simona Kosova (beide Karriereende) verließen den Verein. Die US-amerikanische Zuspielerin Lauren Plum (Vanderoevre Nancy), Mittelblockerin Klara Vyklicka (KP Brno aus Tschechien), die Diagonalspielerinnen Frauke Neuhaus (Straubing) und Renata Bjerland (Forde BK/Norwegen) sowie die Außenangreiferinnen Julia Wenzel (Straubing) und Lena Vedder (USC Münster) kamen neu hinzu.Selma Hetmann, Tanja Großer, Nynke Oud, Nathalie Lemmens und Lisa Stock blieben – alles in allem viel Talent, dazu auch Erfahrung.

An Größe verloren

„Alles läuft wie erhofft. Nach der langen Vorbereitung hat jeder begriffen, was wir spielen wollen. Natürlich bedarf es noch an Abstimmung und Qualität. Das alles muss passen, wenn wir schneller spielen wollen“, sagt Sossenheimer. Genau darauf liegt der Fokus. Versuchte es der VCW in der abgelaufenen Saison mit großen Akteurinnen, kehrt er nun zum System mit kleinen, schnellen und wendigen Spielerinnen zurück. Damit feierten die Hessen ihre größten Erfolge.

„Sie sind kämpferisch stark, geschickt am Ball und schnell unterwegs. Natürlich haben wir an Größe verloren, aber sind jetzt koordinativ besser und kontrollieren den Ball auch besser“, erklärt der Coach. Im Block-Angriffsverhalten ist der VCW dadurch aber auch wieder etwas im Nachteil, daher muss der Ball vor allem präzise gespielt werden. Durch das zwar gleichgebliebene, aber doch nicht gerade hohe Budget, konnten die Hessen bei der Spielersuche erneut keine großen Sprünge machen.

Die Rückkehr zum schnellen Spiel sowie mannschaftliche Geschlossenheit sollen der Schlüssel zum Erfolg sein. Dafür hat der bisherige Co-Trainer Sossenheimer an ein paar Stellschrauben gedreht, beispielsweise die Athletik mehr in den Vordergrund gerückt. „Ich hoffe, dass sich das auszahlen wird. Zum Ende der letzten Saison hatte ich das Gefühl, dass uns ein paar Körner gefehlt haben.“ Gegen Straubing, einen direkten Kontrahenten um einen Playoffplatz, wollen die Hessinnen gleich optimal starten. „Es wäre gut, da ein paar Punkte einzufahren“, so Sossenheimer.

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