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Ruderin Drygalla wird Sportsoldatin

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Ruderin Nadja Drygalla.
Ruderin Nadja Drygalla. © dpa

Ruderin Nadja Drygalla wird zum 1. November als Sportsoldatin in die Bundeswehr aufgenommen. Die Rostockerin war wegen ihrer Beziehung zu einem früheren NPD-Politiker vorzeitig von den Olympischen Spielen in London abgereist.

Der größte Skandal der deutschen Olympiamannschaft entpuppt sich im Nachhinein offensichtlich als übertriebener Hype einiger Medien. Nadja Drygalla nämlich kann sich bald wieder ganz dem Rudersport widmen.

Die Rostockerin, die nur bedingt freiwillig und äußerst überstürzt aus London abgereist ist, wird ab 1. November Sportsoldatin bei der Bundeswehr, wie ein Sprecher des Bundesministeriums der Verteidigung am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur dapd bestätigte.

Demnach ist die 23-Jährige, die nach Bekanntwerden ihrer Beziehung zu einem früheren NPD-Landtagskandidaten nach ihrem Wettkampf im Achter, aber dennoch frühzeitig von den Olympischen Spielen in London abgereist war, in einem „normalen Einstellungsvorgang“ ausgewählt worden. „Sie ist froh und erleichtert und kann sich jetzt wieder voll auf den Sport konzentrieren“, teilte Drygallas Anwalt Rainer Cherkeh auf Anfrage mit.

Drygalla war bereits im Juli tauglich gemustert worden. Nach ihrer Abreise aus dem olympischen Dorf hatte der Deutsche Ruderverband (DRV) die Bundeswehr allerdings gebeten, den sogenannten Heranziehungsbescheid „auf Eis zu legen“.

Ruderverband stellte Antrag

Mitte August bat der DRV das Verteidigungsministerium dann, den Antrag auf Sportförderung wieder aufzunehmen. Nach Sichtung der Stellungnahme des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) wird Drygalla nun in die Spitzensport-Förderung aufgenommen. Drygalla war als Folge ihrer privaten Beziehung zu dem früheren NPD-Landtagskandidaten Michael Fischer bereits im vergangenen September aus dem Polizeidienst ausgeschieden.

Die 23-Jährige hatte sich öffentlich klar von rechtem Gedankengut distanziert, auch war sie in London nicht negativ aufgefallen, bevor sie es mit ihrer Beziehung und der nach deren Bekanntwerden vom DOSB maßgeblich betriebenen Heimreise auf die Titelseiten schaffte. (dapd/FR)

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